EU-Kommission präsentiert Safety Gate-Ergebnisse 2025

In seinem News-Letter vom Donnerstag, 5. März, teilte der DVSI folgendes mir: Michael McGrath, Kommissar für Demokratie, Justiz, Rechtsstaatlichkeit und Verbraucherschutz, legte heute den Jahresbericht für das europäische Schnellwarnsystem gefährlicher Non-Food-Produkte vor. Im vergangenen Jahr wurden 4.671 Warnungen im Safety-Gate-System gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit der Einführung des Systems im Jahr 2003 und entspricht einem Plus von 13%. Die nationalen Behörden leiteten 5.794 Folge­maßnahmen ein, ein Anstieg um 35 % gegenüber dem Vorjahr. Die am häufigsten gemeldeten gefährlichen Produkte waren 2025 Kosmetika (36 %), Spielwaren (16 %) und Elektrogeräte (11 %). Gesundheitsrisiken durch Produkte, die gefährliche Chemikalien enthalten, waren nach wie vor die Hauptursache für Warnmeldungen, auf die mehr als die Hälfte aller Meldungen (53 %) entfielen, gefolgt von dem Risiko von Verletzungen (14 %) und Erstickungen (9 %). Seit Beginn des Informationsaustauschs im Jahr 2003 steigt die Zahl der Warnmeldungen kontinuierlich, so Brüssel.

Die Kommission kündigte zudem an, 2026 mit den nationalen Marktbehörden einen Produktsicherheits-Sweep als auch koordinierte Maßnahmen zur Produktsicherheit vorzubereiten. Brüssel verweist zwar darauf, dass mit der Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit und der neuen Spielzeugverordnung die Rechtsvor­schriften modernisiert worden seien. Kritiker betonen allerdings, dass damit das Kernproblem, die mangelnde Einhaltung der Vorschriften und ihre schwache Durchsetzung auf E-Commerce-Plattformen von Drittstaaten, nicht gelöst worden sei. 38 % der gemeldeten Spielwaren stammten von Online-Marktplätzen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. 

Pressemitteilung der Europäischen Kommission