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RetailNet 2026 in Münster: Gelebte Gemeinschaft und klare Zukunftsstrategie

Die RetailNet-Tagung am 26. und 27. Februar 2026 in Münster stand ganz im Zeichen des Zusammenschlusses von duo schreib & spiel und idee+spiel. Mit 639 Gesellschaftern und insgesamt 1.008 Geschäften formiert sich eine starke Handelsgemeinschaft. In Münster wurde deutlich: Diese neue Einheit ist nicht nur organisatorisch vollzogen – sie wird bereits aktiv gelebt.

 

Strategische Ausrichtung und aktiver Dialog

Den Auftakt bildete die Tagung im Parkhotel Hohenfeld Münster. Die Zentrale informierte über den aktuellen Stand des Zusammenschlusses, strategische Leitlinien sowie zentrale Zukunftsthemen. Im Fokus standen Marketing- und Kampagnenplanungen, Marktplatzstrategien 2026, digitale Services wie EDI- und Stammdatenprozesse sowie gesetzliche Neuerungen. Zudem wurde ein Ausblick auf das erste gemeinsame SymPos vom 17. bis 19. Juni 2026 gegeben, bei dem der erste gemeinsame Beirat gewählt wird.

Interaktive Mentimeter-Abfragen ermöglichten direktes Feedback und unterstrichen die hohe Beteiligung der Händler. Diskussionen, Fragen und Impulse zeigten das große Interesse an der gemeinsamen Weiterentwicklung.

Geschlossenes Auftreten und gelebtes „WIR“

Ein prägendes Merkmal der Tagung war das durchgängig spürbare Gemeinschaftsgefühl. Die Vertreter der Zentrale präsentierten sich als geschlossenes Team mit klarer gemeinsamer Ausrichtung. Gleichzeitig war auch unter den Händlern ein bemerkenswert selbstverständliches Miteinander zu erleben. Frühere Verbandszugehörigkeiten spielten keine Rolle mehr – duo- und idee+spiel-Gesellschafter tauschten sich offen aus, diskutierten engagiert und nutzten die Gespräche intensiv.

„Der Zusammenschluss entfaltet seine volle Stärke dort, wo Zusammenarbeit spürbar und konkret wird“, betonte Thorsten Paedelt. „Wenn Händler ihr Wissen zusammenbringen, voneinander lernen und Prozesse gemeinsam weiterentwickeln, entsteht echte Dynamik. Mit einer klaren gemeinsamen Ausrichtung gewinnen wir deutlich an Kraft im Markt. Münster hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial in diesem Miteinander steckt – und dass wir gemeinsam auf einem sehr guten Weg sind.“

Auch beim gemeinsamen Abendessen setzte sich dieser Eindruck fort. Der Zusammenschluss wurde nicht nur thematisiert, sondern im persönlichen Austausch sichtbar gelebt.

Einblicke beim Coppenrath Verlag

Am zweiten Tag besuchten die Teilnehmer den Coppenrath Verlag. In rotierenden Gruppen erhielten sie Einblicke in die Entstehung eines Kinderbuchs, die Produktentwicklung, Fragen der Produktsicherheit sowie in den 600 Quadratmeter großen Showroom des „Speicher III“.

Die praxisnahen Eindrücke und der direkte Dialog rundeten die Veranstaltung ab, bevor die Händler mit zahlreichen Impulsen die Heimreise antraten.

Ausblick

Nach dem Auftakt auf der Spielwarenmesse im Januar und der ersten RetailNet in Münster richtet sich der Blick nun auf das gemeinsame SymPos im Juni 2026. Die nächste Tagung findet am 11. und 12. März 2026 bei Carrera/Revell in Puch (Österreich) statt.

DVSI schließt sich Verbraucherschutzinitiative von Politik und Wirtschaft an

Die beim Baden-Württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Umweltschutz angesiedelte Marktüberwachung und namhafte Unternehmen wie die Robert Bosch Power Tools GmbH, Andreas Stihl AG & Co. KG, Trumpf SE + Co. KG, Adolf Würth GmbH & Co. KG sowie die Verbände Südwesttextil e.V. und VDMA e.V. haben Anfang des Jahres einen gemeinsamen Forderungskatalog erarbeitet, um eine bessere Marktüberwachung von Onlineplattformen zu erwirken und die heimische Wirtschaft zu schützen. Ziel der Kampagne „Mehr Schutz bei Online-Einkäufen“ ist es vor allem, den Verbraucherschutz zu stärken. Die Forderungen richten sich an die Bundesregierung sowie die EU-Kom­mission. Der DVSI, der jetzt der Initiative beigetreten ist, begrüßt diese konzertierte Aktion von Politik und Wirtschaft. Gemeinsam für Produktsicherheit und einen fairen Wettbewerb!

Die acht Forderungen des Umweltministeriums, der Wirtschaftsverbände und der Unternehmen aus Baden-Württemberg decken sich weitestgehend mit den seit langem erhobenen Forderungen des DVSI. Dazu zählen u.a. die Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze, die Einführung einer „Handling-Fee“, die Benennung eines in Europa ansässigen Wirtschaftsakteurs sowie ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen der Behörden aller Mitgliedsstaaten. „Wir hoffen“, sagt DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil, „dass jetzt weitere Wirtschaftsverbände und Unternehmen aus Baden-Württemberg dem Beispiel folgen und Flagge zeigen. Die Mystery-Shopping-Studien von Toy Industries of Europe (TIE) belegen unzweifelhaft, dass Gefahr im Verzug ist.“

Den kompletten Text mit den Forderungen finden Sie hier.

EK Retail mit neuer Vorstandsstruktur

 Die EK Retail gibt eine Veränderung ihrer Vorstandsstruktur bekannt, um die Gruppe für das weitere strategische Wachstum zu positionieren. Der Aufsichtsrat hat dies beschlossen, um den steigenden Ambitionen der Verbundgruppe gerecht zu werden und die wachsende Bedeutung technologiebasierter Transformation im europäischen Einzelhandel konsequent abzubilden. Frank Duijst wird zum CEO ernannt und Rik Klercq als CIO in den Vorstand berufen. Martin Richrath verlässt das Unternehmen, um eine neue Herausforderung anzunehmen.

Frank Duijst (links) wird zum 1. Mai 2026 die Position des Chief Executive Officer (CEO) von Martin Richrath (rechts) übernehmen

Johannes Lenzschau, Vorsitzender des Aufsichtsrats von EK Retail, gibt bekannt, dass Frank Duijst, derzeit Chief Financial Officer, zum 1. Mai 2026 die Position des Chief Executive Officer (CEO) übernehmen wird.

„Mit Frank Duijst haben wir die richtige Person, um EK Retail in die nächste Entwicklungsphase zu führen“, so Lenzschau. „Seine umfassende Erfahrung, seine beeindruckende Erfolgsbilanz und sein ganzheitliches Verständnis der Gruppe, kombiniert mit seiner Leidenschaft, seiner Tatkraft und seiner großen Zuversicht bezüglich der Zukunft des unabhängigen europäischen Einzelhandels, machen ihn für diese Aufgabe besonders geeignet.“

Der Grund für diesen Wechsel ist, dass Martin Richrath, der seit mehr als zehn Jahren Mitglied des Vorstands und seit mehr als drei Jahren CEO ist, sich entschieden hat, eine neue berufliche Herausforderung außerhalb von EK Retail anzunehmen.

„Wir sind Martin Richrath sehr dankbar“, fügte Lenzschau hinzu. „Zusammen mit seinen Vorstandskollegen und dem gesamten Team hat er EK von einer klassischen Einkaufsgemeinschaft zu einer modernen, professionellen Einzelhandelsorganisation mit starker Perspektive weiterentwickelt. Sein Beitrag in den letzten zehn Jahren war sehr entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.“

Stärkung der weiteren Zukunftsfähigkeit von EK Retail

Angesichts der strategischen Schwerpunkte der Gruppe, insbesondere der zunehmenden technischen Möglichkeiten, hat der Aufsichtsrat auch die Zusammensetzung des Vorstands neu definiert.

Mit Wirkung zum 1. Mai 2026 wird Rik Klercq, derzeit Director Digital & IT, dem Vorstand beitreten und die neue Position des Chief Information Officer (CIO) übernehmen, mit Verantwortung für Innovation & Business Development.

„Mit Rik Klercq stärken wir unseren Vorstand um eine Persönlichkeit, die fundierte technologische Expertise mit unternehmerischem Denken verbindet“, so Lenzschau. „Dies stärkt unsere Fähigkeit, Innovationen voranzutreiben und neue Geschäftsmöglichkeiten für unsere Händler in ganz Europa zu erschließen.“

Die zukünftige Struktur des Vorstands

Ab dem 1. Mai 2026 wird der Vorstand von EK Retail wie folgt zusammengesetzt sein: Frank Duijst – Chief Executive Officer (CEO), Rik Klercq – Chief Information Officer (CIO), Jochen Pohle – Chief Retail Officer (CRO) und Gertjo Janssen – Chief Retail Officer (CRO).

Diese Zusammensetzung stellt sicher, dass Einzelhandelskompetenz, technologische Innovation und strategische Führung auf höchster Ebene der Verbundgruppe weiterhin fest verankert sind. „Wir haben volles Vertrauen in diesen neuen Vorstand“, sagte Lenzschau. „EK Retail tritt in eine spannende neue Phase ein, und dieses Team ist ideal aufgestellt, um die Gruppe in die Zukunft zu führen.“

 

VEDES schärft Markenprofil: „Spielen verbindet“ als neuer Markenclaim

Mit dem neuen Claim „Spielen verbindet.“ führt die VEDES, als eine in Europa führende Handelsorganisation für Spiel, Freizeit und Familie, ein modernes und zeitgemäßes Leitmotiv ein und unterstreicht damit die konsequente Weiterentwicklung ihrer Markenkommunikation.

 

„Spielen verbindet.“ ist der neue Markenclaim der Vedes

Mit „Spielen verbindet.“ erweitert die VEDES ihren kommunikativen Fokus über die klassische Kernzielgruppe der Kinder hinaus. Neben Familien werden gezielt auch die sogenannten Kidults angesprochen. Spielen wird dabei als verbindendes Element verstanden, das Generationen, Lebenswelten und Menschen miteinander vereint. Zugleich greift der neue Markenclaim eine gesellschaftliche Entwicklung auf: In einer zunehmend digitalen Welt gewinnt analoges Spielen als sozialer, kreativer und gemeinschaftsstiftender Gegenpol immer mehr an Bedeutung.

„Digitale Spielangebote prägen heute unseren Alltag, während wir gleichzeitig eine zunehmende Vereinsamung beobachten. Vor diesem Hintergrund ist ‚Spielen verbindet.‘ ein bewusst starkes Markenstatement. Das haptische Spielerlebnis lässt sich insbesondere in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht ersetzen. Es fördert Kreativität, soziale Kompetenzen und stärkt die Gemeinschaft – im familiären Umfeld ebenso wie in der Gesellschaft insgesamt“, erklärt Anke Gaab, Marketingleiterin der VEDES.

„Spielen verbindet.“ richtet sich dabei nicht ausschließlich an Endverbraucher. Der Claim bringt zugleich die Gemeinschaft in der Verbundgruppe zum Ausdruck und steht für die enge und partnerschaftliche Verbindung zwischen Herstellern, Fachhändlern und der VEDES Zentrale. Erstmals präsentiert wurde der neue Markenclaim vor wenigen Tagen auf der 75. Spielwarenmesse in Nürnberg. Dort machte die VEDES ihren neuen Markenauftritt unmittelbar erlebbar: Mit eigens gestalteten Community-T-Shirts und einem als VEDES Fanshop konzipierten Messestand wurde „Spielen verbindet.“ sichtbar. Auch die VEDES Markenpartner konnten sich vor Ort ihr persönliches VEDES Fanshirt sichern und damit ein bewusstes Zeichen für Gemeinschaft, Identifikation und Verbundenheit setzen.

In den kommenden Monaten plant das VEDES Marketing den internen wie externen Roll-out des neuen Markenclaims. Ziel ist es, das Markenprofil konsequent weiterzuentwickeln und die VEDES als lebendige Community nachhaltig zu stärken.

Aus ORNARIS in Bern und Zürich wird 2027 nur noch eine ORNARIS in Bern

Die ORNARIS ist seit 1973 der wichtigste Treffpunkt des Schweizer Detailhandels. Der Markt hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten stark verändert und die Herausforderungen sind nicht einfacher geworden. Wir informieren dich mit diesem Schreiben, das uns schwerfällt, frühzeitig und transparent über unsere strategische Entscheidung.

Ab 2027 richtet sich die ORNARIS neu aus. Wir haben uns bewusst entschieden, unsere Energie zu fokussieren und neue Wege zu gehen. Statt unsere Ressourcen auf mehrere Veranstaltungen zu verteilen, bündeln wir unsere Kräfte auf eine starke ORNARIS im August in Bern. So schaffen wir Raum für mehr Tiefe, Qualität und Weiterentwicklung – und öffnen gleichzeitig die Tür für neue Ideen und Perspektiven, die zur richtigen Zeit sichtbar werden. Aus diesem Grund wird im Januar 2027 keine ORNARIS in Zürich stattfinden.

Die ORNARIS Bern ist unser klarer Fokus für die Zukunft. Bereits heute überzeugt sie als stärkere Plattform durch eine hohe Ausstellerqualität, attraktive Entwicklungsmöglichkeiten sowie das ideale Timing im Vorfeld des Weihnachtsgeschäfts und bietet damit optimale Voraussetzungen für das Ordern.

Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für die Weiterentwicklung. Die ORNARIS und die Branche – Ausstellende, Hersteller und Händler – verstehen sich dabei als aktive Mitgestalter. Seite an Seite schaffen wir einen verlässlichen Treffpunkt, an dem Beziehungen gepflegt, Trends früh erkannt und strategische Chancen konkret genutzt werden können. Durch dieses gemeinsame Engagement entsteht eine Veranstaltung mit nachhaltiger Strahlkraft, die Entscheidende zusammenbringt und den Dialog fördert. So bieten wir der Branche einen Raum, der Orientierung für heute gibt und Perspektiven für morgen eröffnet.

Nächste ORNARIS Bern: 16.–18. August 2026, BERNEXPO-Areal

E-Commerce: BMWE meets Spielwarenbranche – von Nürnberg geht ein starkes Signal aus!

Die niedrigen Preise von Billig-Online-Shopping-Plattformen gehen häufig mit gravierenden Sicherheitsmängeln einher. Der Deutscher Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) e.V. trommelt deshalb seit Jahren in Berlin und Brüssel dafür, solche Plattformen stärker an die Kandare zu nehmen. Mit zunehmendem Erfolg. Drei Mystery-Shopping-Studien von TIE: Toy Industries of Europe lieferten dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) weitere stichhaltige Argumente.

Die Spielwarenbranche ist zwar nicht die einzige Konsumgüterbranche, die vom Treiben solcher Plattformen betroffen ist, wird aber immer stärker in Berlin gehört. Umso mehr freute sich DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil, dass Anne P. vom BMWE Referat VIIA4 Einzelhandel und E-Commerce, zuständig für den Aktionsplan E-Commerce der Bundesregierung, der DVSI-Einladung auf die Spielwarenmesse nach Nürnberg folgte, um die Spielwarenbranche, vertreten durch AMIGO, Carrera-Revell, Hasbro, Heless, LEGO, Mattel, Ravensburger, ROFU, Rülke, die Simba Dickie Group, Sterntaler, Thalia, Tipp-Kick, VEDES und Zapf Creation über den Stand der geplanten und auf den Weg gebrachten Maßnahmen zu informieren und mit ihr konstruktiv zu diskutieren. Mit von der Partie war auch Oliver Schmidt vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), dort Leiter des Instituts für Bedarfsgegenstände, der aus seiner Sicht darstellte, worauf es seiner Behörde ankommt, nämlich die knappen Ressourcen auf die richtigen Stellen zu lenken.

Anne Papke betonte in ihrem Impulsreferat, dass das oberste Ziel der Regierung die Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs und ein funktionierender Verbraucherschutz im Onlinehandel sei. Darüber herrscht Konsens. Zu den Maßnahmen der Regierung zählen u.a. die engere Zusammenarbeit von Marktüberwachungsbehörden und Zollbehörden in Deutschland (gemeinsame Kontroll- und Schwerpunktaktionen) und die Stärkung ihrer Befugnisse. Auch eine weitere Erhöhung der dann effektiveren Handling Fee für Pakete, die Mitte des Jahres kommt, schließt das BMWE nicht aus. Der DVSI begrüßte die zahlreichen Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene, betonte aber, dass das Übel an der Wurzel gepackt werden muss. Die Plattformen müssen endlich verantwortlich gemacht und als Wirtschaftsakteure eingestuft werden, so der DVSI. Auch wenn mitunter der Eindruck entsteht, dass alles ewig dauert, aber von Nürnberg ging ein klares Signal aus. Die Sache hat Fahrt aufgenommen. Fortsetzung folgt.