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ROFU Kinderland saniert sich in Eigenverwaltung

Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft mbH mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Idar-Oberstein ordnete daraufhin am 19. Januar 2026 das vorläufige Verfahren an.
Die Eigenverwaltung zielt auf den langfristigen Erhalt des Unternehmens ab. Dabei bleibt das Management im Amt und wird von Sanierungsspezialisten unterstützt. Marcus Katholing von der PLUTA Management GmbH tritt als CRO in die Geschäftsführung ein und wird dabei von Daniela Jeske unterstützt. Zusammen mit den beiden ROFU-Geschäftsführern Michael Fuchs und Michael Edl werden sie das Unternehmen in den kommenden Monaten durch das Verfahren führen und den Sanierungsprozess umsetzen. Die insolvenzrechtliche Beratung übernimmt die PLUTA Rechtsanwalts GmbH mit einem Team um Rechtsanwalt Stefan Warmuth.
Das Gericht bestellte Rechtsanwältin Annemarie Dhonau LL.M. von der Kanzlei Schiebe und Collegen zur vorläufigen Sachwalterin. Sie überwacht das Verfahren und sorgt dafür, dass die Interessen der Gläubiger gewahrt werden. Ziel des Verfahrens ist eine wirtschaftliche und strukturelle Neuaufstellung des Unternehmens unter eigener Führung.
Geschäftsbetrieb in den über 100 Filialen läuft weiter
ROFU Kinderland hat sich als Spielwaren- und Babyfachmarkt im Südwesten Deutschlands etabliert und betreibt insgesamt 104 Filialen in sieben Bundesländern. Seit über 40 Jahren verkauft das Unternehmen Spielwaren aller bekannten Marken. Kinderbücher, Schulhefte, Bastelsets sowie Puzzle und Gesellschaftsspiele runden das Sortiment ab. Weitere Schwerpunkte sind das saisonale Dekorationssortiment für zu Hause sowie Faschingskostüme für Kinder und Erwachsene.
„Unsere Fachmärkte bleiben mit ihrem attraktiven Sortiment zu den gewohnten Zeiten geöffnet und der Geschäftsbetrieb geht in allen Filialen uneingeschränkt weiter. Auch im Online-Shop können die Kunden wie gewohnt ihre Bestellungen aufgeben. Wir werden mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern Gespräche führen, um die Betriebsfortführung zu gewährleisten. In den vergangenen Monaten haben wir bereits ein Sanierungskonzept erarbeitet, um unser Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Diese Maßnahmen werden wir nun im Rahmen der Eigenverwaltung weiter umsetzen“, sagt Geschäftsführer Michael Fuchs. Die Verantwortlichen informierten die rund 1.970 Beschäftigen bereits über den aktuellen Stand. Deren Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Auch mit dem Einkaufsverband Markant ist das Unternehmen in einem engen Austausch, damit die Lieferanten die Lieferabwicklung an ROFU in unveränderter Art und Weise fortführen können.
Gründe für den Antrag sind ein schwaches Weihnachtsgeschäft, anhaltende Konsumzurückhaltung, gestiegene Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette sowie ein intensiver Wettbewerb. ROFU Kinderland richtet das Unternehmen im Zuge einer umfassenden strategischen Neuausrichtung konsequent auf die aktuellen Herausforderungen im Nonfood-Handel aus. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen auf eine klare Fokussierung auf den stationären Handel als Herzstück der Marke ROFU Kinderland, kombiniert mit starker Omnichannel-Verzahnung. Zudem wird das Unternehmen die Prozesse weiter verbessern, die Bestands- und Flächensteuerung effizienter gestalten und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten intensivieren. Ziel ist es, die Stärken des Unternehmens gezielt zu schärfen und gleichzeitig die Strukturen an die Marktgegebenheiten anzupassen.
Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing sagt: „Die Eigenverwaltung bietet die Chance, die notwendigen operativen Sanierungsmaßnahmen beschleunigt umzusetzen. Zudem wird ROFU Kinderland den bereits begonnenen Investorenprozess fortsetzen. Mit einem neuen Investor wollen wir das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen.“
„Das Eigenverwaltungsverfahren eröffnet dem Unternehmen eine Perspektive für die Zukunft. In den kommenden Monaten werde ich das Verfahren im Interesse der Gläubiger begleiten“, sagt die vorläufige Sachwalterin Annemarie Dhonau. Die Eigenverwaltung ist ein gerichtliches Sanierungsverfahren zum Erhalt von Unternehmen. Unterstützt durch erfahrene Sanierungsexperten kann die Gesellschaft eigenverantwortlich handeln und unter Aufsicht eines Sachwalters weiterarbeiten.
Über ROFU Kinderland:
Das familiengeführte Unternehmen ROFU Kinderland mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach blickt auf 40 Jahre Erfahrung im Spielwarenhandel. Mit mehr als 100 Filialen in sieben Bundesländern Deutschlands und mehr als 20.000 Artikeln hat sich ROFU längst zu einem der führenden Spielwaren-Fachhändler etabliert. Getreu dem Firmenmotto „Mehr Spielwaren für weniger Geld“ geben rund 2.000 Mitarbeiter täglich ihr Bestes, um Kinderaugen zum Strahlen zu bringen. Das Sortiment besteht sowohl aus Produktsortimenten aller bekannten Marken wie LEGO, Playmobil, oder Schleich, aber auch der preiswerteren Eigenmarke Besttoy. Zusätzlich führt ROFU ein großes Sortiment an saisonalen Dekorations-Highlights, Schreibwaren, Faschingskostümen und -zubehör für Kinder und Erwachsene, sowie Süßwaren und neuerdings Tierzubehör. Das umfangreiche Babysortiment rundet die breite Auswahl an Produkten für die ganze Familie ab.

 

ROFU Kinderland stellt seine Geschäftsführung neu auf

ROFU Kinderland stellt seine Geschäftsführung neu auf und richtet das Unternehmen im Zuge einer umfassenden strategischen Neuausrichtung konsequent auf die aktuellen Herausforderungen im Nonfood-Handel aus. Anhaltende Konsumzurückhaltung, gestiegene Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette sowie ein intensiver Wettbewerb im stationären und digitalen Umfeld prägen derzeit das Marktumfeld – insbesondere für Nonfood- und Spezialsortimente wie Spielwaren, Deko- und Geschenkartikel. Vor diesem Hintergrund setzt ROFU Kinderland auf eine fokussierte, schlanke Führung und eine klare Priorisierung des stationären Geschäfts mit starker Omnichannel-Verzahnung.

Abschied nach 35 Jahren: Frank Schröder geht in den Ruhestand
Nach rund 35 Jahren im Unternehmen verabschiedet sich Frank Schröder in den wohlverdienten Ruhestand. Er hat die Entwicklung von ROFU Kinderland über Jahrzehnte maßgeblich begleitet und geprägt – von der Weiterentwicklung des Filialnetzes über den Ausbau des Sortiments bis hin zur Positionierung als regional verankerter Spielwarenspezialist. Die Geschäftsführung und die Gesellschafter danken Herrn Schröder ausdrücklich für sein außerordentliches, langjähriges Engagement und seine hohe Verbundenheit mit Unternehmen, Mitarbeitenden und Partnern. Um einen geordneten Übergang zu gewährleisten und insbesondere die geplante weitere Expansion zu unterstützen, wird Frank Schröder ROFU Kinderland übergangsweise weiterhin beratend zur Verfügung stehen.

Schlanke und klare Führungsstruktur: Verantwortlichkeiten werden neu gebündelt
Im Zuge der Neuaufstellung wird die Geschäftsführung gezielt verkleinert und die Verantwortungsbereiche klar geschärft.

Michael Fuchs übernimmt zentrale Steuerungs- und Infrastrukturressorts
Michael Fuchs, Gesellschafter von ROFU Kinderland, übernimmt nun vollumfänglich selbst die Verantwortung für die Bereiche Finanzen, Personal, Logistik und IT. Damit bündelt ROFU Kinderland alle wesentlichen Steuerungs-, Infrastruktur- und Unterstützungsfunktionen in einem Ressort, um auf die volatilen Rahmenbedingungen – etwa schwankende Nachfrage, steigende
Energie- und Transportkosten sowie höhere Anforderungen an Prozess- und Datenqualität – schneller und effizienter reagieren zu können.

Einkauf, Marketing und Vertrieb unter gemeinsamer Führung von Michael Edl
Michael Edl verantwortet neben den Bereichen Einkauf und Marketing künftig zusätzlich den Vertrieb. Durch diese Zusammenführung von Sortimentsgestaltung, Preis- und Aktionspolitik, Markenführung sowie Flächen- und Vertriebssteuerung sollen Entscheidungen künftig aus einer Hand getroffen und die Reaktionsgeschwindigkeit auf Markt- und Konsumtrends weiter erhöht werden.

Neuorganisation als Teil einer umfassenden Transformation
Nach einigen herausfordernden Jahren – geprägt von veränderten Kundenbedürfnissen, einer deutlichen Verschiebung von Kaufkraft, einem intensiven Preis- und Promotionswettbewerb sowie einem spürbar gestiegenen Online-Anteil im Nonfood-Bereich – richtet sich ROFU Kinderland neu aus und sieht sich nach einer unterstützenden strategischen Partnerschaft um. Ziel ist es, die Stärken des Unternehmens gezielt zu schärfen, auszubauen und gleichzeitig seine Strukturen an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen.

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung stehen dabei:

die klare Fokussierung auf den stationären Handel als Herzstück der Marke ROFU Kinderland – mit erlebnisorientierten Flächen, kompetenter Beratung und emotionaler Produktpräsentation,

eine konsequente Omnichannel-Ausrichtung, die Online-Services, digitale Touchpoints und die stationären Filialen stärker miteinander verzahnt,

die weitere Stärkung des Unternehmenskerns durch optimierte Prozesse, effizientere Bestands- und Flächensteuerung sowie eine engere, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten.

Gut aufgestellt für ein anspruchsvolles Marktumfeld und nachhaltiges Wachstum
Mit der neuen Führungsstruktur, der strategischen Neuausrichtung und der Einbindung einer unterstützenden Partnerschaft sieht sich ROFU Kinderland gut aufgestellt, um in einem anspruchsvollen Nonfood-Marktumfeld auch künftig als relevanter stationärer Anbieter zu bestehen, Chancen für Wachstum selektiv zu nutzen und die langfristige Stabilität des Unternehmens zu sichern – im Interesse der Kunden, Mitarbeitenden und Geschäftspartner.

Gelöste Unstimmigkeiten zwischen ROFU und Zapf/MGA lassen die Branche profitieren.

ROFU Kinderland hat eine Änderung der Arbeitsweise bei Zapf/MGA ermöglicht, von der nun die gesamte Branche profitiert.

Wie kleine Details große Auswirkungen haben können, zeigte sich, als auf Zapfs Website www.puppefinder.de zahlreiche Weiterleitungen zu sehr selektiven und nicht vorrangig im Spielwarensegment befindlichen Händlern entdeckt wurden. Dies führte zu Unmut und stieß bei den Verantwortlichen von ROFU auf völliges Unverständnis, was schließlich zu Korrekturen in der Zusammenarbeit führte.

Nach zahlreichen, kurzfristigen Gesprächen zwischen beiden Parteien konnte eine Lösung gefunden werden, die auch für die gesamte Spielwarenbranche als Erfolg gilt. „Wir haben unseren Fehler in der Vorgehensweise erkannt und umgehend gehandelt,“ so Jochen Wohlrab, Vice President Sales & Marketing bei Zapf. „Ab sofort werden wir alle unsere Partner gleich behandeln und transparent darstellen.“

Ein kleiner Schritt für Zapf/MGA – ein großer für die Spielwaren-Handelslandschaft, so kommentierte es Christoph Classen, Leitung Marketing bei ROFU Kinderland.