Spielwarenmesse

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Insights-X nimmt schweren Herzens Abschied vom Markt

Es ist ein überraschender, aber wohlüberlegter Schritt: Die Insights-X, die bisher jährlich im Oktober in Nürnberg stattfand, wird eingestellt. Nach acht Veranstaltungen schließt die Messe für „Stationery, Office, Bags and more“ ihre Tore. Wie der Vorstand der Spielwarenmesse eG mitteilt, hat das Unternehmen die Entscheidung getroffen, um sich stärker auf seine Kernsegmente zu konzentrieren.

Fast ein Jahrzehnt hat die einzige eigenständige Fachmesse für den Bereich Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS) in Deutschland ihre Stellung behauptet. „Auch wenn die Insights-X nach den Pandemie-Jahren nochmal deutlich an Fahrt gewonnen hat und die namhaften Aussteller zurückgekehrt sind, wurde letztendlich nicht das erforderliche Ergebnis erzielt“, erklärt Christian Ulrich, Sprecher des Vorstands der Spielwarenmesse eG. Auf Wunsch von Branchengrößen aus Industrie und Handel startete die Expo 2015 und erreichte überraschend schnell ihre Position als internationale Fachmesse mit qualitativ hochwertiger Ausrichtung. Gelobt wurden stets die angenehme lockere Atmosphäre und der persönliche Charakter, zu dem nicht zuletzt die beliebten Networking-Events nach Messeschluss beigetragen haben.

Obwohl sich für die neunte Ausgabe bereits zahlreiche Key-Player und innovative Marken angemeldet haben, ist die wirtschaftliche Perspektive der Insights-X für die Spielwarenmesse eG leider nicht gegeben. Das Unternehmen wird sich daher zukünftig stärker auf die Erfolgsbringer im Portfolio konzentrieren. Allein mit der Spielwarenmesse und der SPIEL weist der Veranstalter zwei äußerst erfolgreiche Weltleitevents auf, die durch ihr breites Angebot und ihren treuen Kundenkreis brillieren. Dennoch wird es ein Wiedersehen mit zahlreichen PBS-Firmen vom 28. Januar bis zum 1. Februar 2025 in den branchenübergreifenden Kreativ- und Back-to-School-Segmenten der Spielwarenmesse in Nürnberg geben.

Spielwarenmesse baut Position als einziges globales Branchenevent aus

Die Spielwarenmesse hat kurz nach Ende der Messe 2024 in Nürnberg eine Pressemitteilung veröffentlich und insbesondere Kidults im Aufwind und als  zukunftsweisende Inspiration hervorgehoben sowie von einem starken Gemeinschaftsgefühl bei bester Stimmung berichtet.

Die Spielwarenmesse hat ihre einzigartige Führungsrolle auf dem Weltmarkt erfolgreich behauptet: Vom 30. Januar bis zum 3. Februar kam die gesamte Branche auf dem Nürnberger Messegelände zu ihrer einzigen globalen Veranstaltung des Jahres zusammen. 2.354 Aussteller aus 68 Ländern – und damit 10 Prozent mehr als im letzten Jahr – nutzten die Gelegenheit, um ihre Trends und Neuheiten zu verbreiten. Neben den Produktinnovationen erwarteten die 57.000 Besucherinnen und Besucher, die aus 125 verschiedenen Nationen zusammentrafen, abwechslungsreiche Networkingmöglichkeiten und viele Anregungen zum Top-Thema Kidults.

„Die Spielwarenmesse ist die einzige Konstante, auf die man sich in der aktuellen Zeit der regionalen und nationalen Branchenmessen, die ihren neuen Rhythmus finden wollen, verlassen kann“, weiß Helena Perheentupa vom US-amerikanischen Unternehmen Wyncor. Folglich ist die Bedeutung der Fachveranstaltung weiter gestiegen. 97 Prozent (2023: 95 Prozent) der Aussteller beurteilen die Teilnahme in Nürnberg als wichtig bis sehr wichtig. „Als Leitmesse ist die Spielwarenmesse der Ort, an dem sich alle aus der ganzen Welt treffen. Diese Möglichkeiten findet man sonst nirgendwo“, erklärt Ram Ronen von PMI Trading & Enterprise. Für den Vice President ist die Messe die perfekte Gelegenheit, bestehende Kunden zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. „Wir durften Kunden, Interessenten und Pressevertreter aus der ganzen Welt – von Neuseeland, Asien, Europa, USA bis Südamerika – an unserem Stand begrüßen“, fügt Paul Heinz Bruder, CEO von Bruder Spielwaren, hinzu. Andrea Herre von Spin Master International bewertet auch die Qualität der Besuchenden sehr positiv: „Wir hatten alle relevanten Entscheider und Key Accounts bei uns am Stand.“ Laut Christian Ulrich, dem Sprecher des Vorstands der Spielwarenmesse eG, konnte China als einer der wichtigsten Konsummärkte wieder an das sehr hohe Niveau vor der Pandemie anknüpfen. Zudem haben zentralasiatische Gebiete wie Kasachstan und die Ukraine eine Dynamik entwickelt, die teilweise den Wegfall von Russland kompensieren. Auch die USA, die bereits im letzten Jahr einen großen Zuspruch verbucht hatten, befinden sich unter den Top-10 der Besucherländer.

Insgesamt sind über 90 Prozent der Aussteller mit ihrer Teilnahme zufrieden. „Die Spielwarenmesse ist das Zentrum des Spielzeuguniversums“, erläutert Jennifer McIver vom Wishbone Design Studio. „Wir können unsere Neuheiten so vielen Ländern an einem Ort zeigen. Und wir entdecken hier auch die neuesten Trends.“ Mit ihren Schwerpunktthemen hat die Spielwarenmesse einmal mehr bewiesen, der Impulsgeber der Branche zu sein. „Besonders interessant fanden wir das Fokusthema ‘Kidults‘, welches wir im Rahmen der Neuheiten gerne aufgegriffen haben“, sagt Fischertechnik-Geschäftsführer Thomas Bußhart. Die Spielwarenmesse fokussierte mit der Sonderfläche „Life’s a Playground – Toys for Kidsters, Kidults & Co.”, einer internationalen Studie und Expertenvorträgen die Zielgruppe der Erwachsenen, um dem Handel zukunftsträchtige Anregungen zu bieten. „Namhafte Aussteller wie Mattel haben ‘Kidults‘ groß aufgegriffen. Aber auch die Marktzahlen des Marktforschungsunternehmens Circana belegen, dass wir den Zeitgeist getroffen haben“, betont Christian Ulrich.

Darüber hinaus untermauern die zahlreichen Veranstaltungen während der Spielwarenmesse die hohe globale Relevanz: Sowohl das jährlich stattfindende Frühstück des Disney-Konzerns als auch das von Circana haben sich von europäischen zu weltweiten Events entwickelt. Darüber hinaus nehmen Lizenzen einen immer größeren Stellenwert ein. So wurden die Partnerschaften mit dem Weltverband Licensing International und der BRANDmate – dem B2B Event rund um Partnerships, Collaborations und Licensing – weiter ausgebaut. „Die LicenseTalks waren für uns eine perfekte Gelegenheit, neues Wissen zu generieren“, sagt Maria Gunderson vom Startup Flops. In der neuen LicenseLounge kam zusammen, was Rang und Namen hat. Lizenzgeber wie Paramount, NBCUniversal und Warner Bros. waren vertreten. „Auf der Spielwarenmesse sind alle Stakeholder anwesend“, unterstreicht Martina Vierkötter von Haba, für die das i-Tüpfelchen der Gewinn des ToyAward in der Kategorie Baby & Infant war: „Er ist ein schöner Gesprächsanlass, hat uns spürbaren Rückenwind gegeben und diverse spontane Termine eingebracht.“ Durch den Gewinn des ToyAward im Bereich Teenager & Adults kamen auch viele Besucher an den Stand von Fizz Creations. „Wir sind sehr glücklich, Teil dieser unglaublichen Messe zu sein“, freut sich Caroline Hedges.

Genauso positiv wie das Service-Angebot wurde das Rahmenprogramm seitens der Aussteller beurteilt. Zur zweiten RedNight haben am Donnerstag-Abend über 100 Aussteller interessierte Messebesucherinnen und -besucher direkt an ihre Stände eingeladen. „Das persönliche Kundengespräch, das Networking auf der noch jungen RedNight und die inspirierende Atmosphäre sind wichtige Bausteine“, findet Waltraud Maria Iden von der Iden Gruppe. Die positive Grundstimmung lobt auch Vedes-Vorstand Julia Graeber: „Die Spielwarenmesse ist eine lebendige Plattform für den intensiven Austausch – ein regelrechtes Klassentreffen, das die Herzlichkeit und Zusammengehörigkeit unserer Branche widerspiegelt.“ Mittelständische Einzelhändler waren an allen fünf Messetagen genauso vertreten wie führende Handelskonzerne – darunter z. B. Auchan, Amazon, Costco, Müller, Target, Smyths Toys und Walmart.

Den persönlichen Kontakt und den Networking-Charakter hat die Spielwarenmesse mit kommunikativen Vernetzungsangeboten für unterschiedliche Zielgruppen gefördert. So konnten Spieleinteressierte bei der zweiten Auflage der Internationalen Spieleerfindermesse – Game Inventors Convention – am Freitag wichtige Kontakte knüpfen. Erfolgreich gestaltete sich auch der zweite OPEN DAY, zu dem am Samstag 3.200 Endverbraucher in die Modellbahnhalle strömten. „Mit ihrer Vielfalt, einem umfangreichen Rahmenprogramm und dem einzigartigen Service zeigte die Spielwarenmesse auch in diesem Jahr, dass sie nach wie vor der internationale Treffpunkt der Branche ist. Der ‘Spirit of Play‘ war überall spürbar“, resümiert Florian Sieber, CEO der Simba Dickie Group.

84 Prozent der Aussteller (2023: 83 Prozent) planen eine erneute Teilnahme an der Spielwarenmesse. Die nächste Ausgabe findet von Dienstag, den 28. Januar bis Samstag, den 1. Februar 2025 statt.

Spielwarenmesse: Dienstag, 30. Januar bis Samstag, 3. Februar 2024

Nach dem erfolgreichen Re-Start der Spielwarenmesse schreiten die Planungen für die 73. Ausgabe voran. Der Veranstalter, die Spielwarenmesse eG, gab nun das Datum bekannt, das zum gewohnten Zeitpunkt am Anfang des Jahres festgesetzt wird: vom 30. Januar bis 3. Februar 2024. Mit dem neuen Messetermin ergibt sich eine optimierte Tagefolge: Statt wie bisher von Mittwoch bis Sonntag, wird die Fachmesse künftig von Dienstag bis Samstag auf dem Messegelände in Nürnberg ausgetragen. Dieser Entscheidung sind die jährliche Frequenzanalyse sowie die Aussteller- und Besucherbefragung vorausgegangen, die unter den Teilnehmern der Spielwarenmesse durchgeführt werden.

Der Erhebung zufolge hat sich der Sonntag überwiegend als ungeeignet erwiesen. Das deutliche Feedback erfolgte sowohl von den Teilnehmern aus Deutschland als auch auf internationaler Seite. „Dagegen hat sich der Wunsch nach einem zusätzlichen Tag unter der Woche deutlich herauskristallisiert“, betont Christian Ulrich, Sprecher des Vorstands der Spielwarenmesse eG. „Gleichzeitig berücksichtigen wir die Bedürfnisse des Facheinzelhandels, der vor allem in Deutschland eine bedeutende Rolle einnimmt, und behalten für ihn den Messesamstag“. Mit der Wahl des neuen Datums zeigt die Weltleitmesse ihre Nähe zur Zielgruppe und agiert flexibel bezüglich der aktuellen Marktgegebenheiten.

Spielwarenmesse öffnet die Modell-Halle für Endverbraucher

Die Spielwarenmesse in Nürnberg ist Anfang des Jahres der wichtigste Termin im Kalender der internationalen Branche. Vom 1. bis zum 5. Februar 2023 werden die Weichen für das kommende Geschäftsjahr gestellt.

Eine der traditionsreichen Produktgruppen bilden die Bereiche Modelleisenbahnen und Modellbau. Gemeinsam mit teilnehmenden Ausstellern hat der Veranstalter, die Spielwarenmesse eG, die Einführung eines Endverbraucherangebotes beschlossen. Zu den Initiatoren zählen u. a. die Firmen Noch, Gebr. Faller und Märklin aus dem Modelleisenbahnbereich sowie Tamiya Carson aus dem Modellbau.

So erhalten interessierte Endkunden am Messewochenende, den 4. und 5. Februar 2023, Sonderzutritt zur Spielwarenmesse für die Halle 7A. „Die Produktgruppe Modelleisenbahnen und Modellbau ist ein wichtiger Bestandteil der Spielwarenmesse. Wir freuen uns, den langjährigen Wunsch der Aussteller dieses Segments realisieren zu können.“, erklärt Christian Ulrich, Sprecher des Vorstands der Spielwarenmesse eG. Damit schafft die Veranstaltung neue Rahmenbedingungen, die auch zukünftig den Ansprüchen und Bedürfnissen dieser Branche gerecht werden. Eine gemeinschaftliche Aktionsfläche mit Produktneuheiten als zusätzliche Anlaufstelle für Besucher rundet das Angebot ab.

Spielwarenmesse eG und Licensing International starten gemeinsame Lizenzmesse in Deutschland

Die Spielwarenmesse eG und Licensing International bündeln ihre Kompetenzen und bringen für den deutschsprachigen Raum eine eigene Lizenzveranstaltung auf den Markt. Die Licensing-X Germany wird der Lizenzbranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine neue Plattform bieten und zeitgleich mit der Insights-X vom 5. bis 7. Oktober 2022 im Messezentrum Nürnberg stattfinden – die erfolgreiche Expo für Papier, Büro und Schreibwaren (PBS) wird ebenfalls von der Spielwarenmesse eG veranstaltet.

„Mit der Licensing-X Germany bauen wir unser Portfolio in einem stark wachsenden Markt aus, der uns bestens vertraut ist und branchenübergreifend agiert“, kommentiert Vorstandssprecher Christian Ulrich den jüngsten Neuzugang der Spielwarenmesse eG. Laut Licensing International liegt der weltweite Umsatz mit lizenzierten Waren und Dienstleistungen bei rund 293 Mrd. US-Dollar. Davon fallen ca. 11 Mrd. US-Dollar auf den deutschen Markt. Zum breitgefächerten Spektrum zählen die Produktkategorien Bekleidung, Spielzeug, Modeaccessoires, Videospiele, Wohnkultur, Lebensmittel, Schuhe, Kosmetik, Sport und Geschenkartikel.

Licensing International wurde 1985 gegründet und ist seit 2001 mit der Veranstaltung Licensing Market aktiv in Deutschland vertreten. „Unsere Hauptaufgabe besteht darin, das Bewusstsein für die Licensingindustrie und ihre vielen Vorteile weltweit zu stärken“, sagt Maura J. Regan, Präsidentin von Licensing International. „Die Licensing-X Germany wird das Wachstum und die Expansion in Deutschland fördern, da wir uns weiterhin mit den wichtigsten Fachleuten der Lizenzbranche zusammenschließen.“

Mit der neuen Licensing-Messe baut die Spielwarenmesse eG ihre bestehende Zusammenarbeit mit Licensing International konsequent aus. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die führende Plattform für das Lizenzgeschäft im deutschsprachigen Raum zu sein“, betont Peter Hollo, der für die Aktivitäten von Licensing International in Deutschland verantwortlich ist. Die Licensing-X Germany wird auf dem Erfolg des Licensing Markets aufbauen und neue Programm- und Networking-Möglichkeiten über alle Kategorien hinweg für die gesamte Licensingbranche bieten. Auch neue Trends im Markt, wie Streamingdienste und NFTs, sollen in den Fokus rücken und neue Horizonte mit spannenden Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.