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    Playmobil-Umsatz überspringt halbe Milliarde Euro

    29. Januar 2011

    Playmobil festigt zweiten Rang im deutschen Spielwarenmarkt und wächst national und international – positive Umsatzentwicklung seit 2000 setzt sich fort – Brandstätter-Gruppenumsatz steigt um 7,9 Prozent und erreicht 559 Mio. €

    Playmobil-Geschäftsführerin Andrea Schauer, Entwicklungsleiter Berhard Hane und kaufmännischer Geschäftsführer Steffen Höpfner schicken ihre Playmobil-Männchen auf Schatzsuche, allerdings haben auch fiese Piraten die gleiche Idee.

    Playmobil-Geschäftsführerin Andrea Schauer, Entwicklungsleiter Berhard Hane und kaufmännischer Geschäftsführer Steffen Höpfner (r) schicken ihre Playmobil-Männchen auf Schatzsuche, allerdings haben auch fiese Piraten die gleiche Idee.

    Mit einem weltweiten Playmobil-Umsatz an den Handel von 507 Mio. € hat dieser nicht nur erstmalig die halbe Milliarde übersprungen sondern mit sieben Prozent auch die selbst gestellten Wachstumsprognosen übertroffen. Damit festigte das im mittelfränkischen Zirndorf ansässige Familienunternehmen Platz zwei im deutschen Spielwarenmarkt und gewann auch im Ausland Marktanteile dazu. Die Erlöse der Brandstätter-Gruppe erreichten danks eines Wachstum um 7,9 Prozent einen Gesamtumsatz von 559 Mio. €.

    In einem stark fragmentierten deutschen Spielwarenmarkt, dem größten Absatzmarkt für Playmobil, legte der Playmobil-Umsatz an den Handel um sieben Prozent zu. Damit festigte Deutschlands größter Spielwarenhersteller mit einem Marktanteil von acht Prozent die zweite Position im deutschen Spielwarenmarkt nach Lego und vor Mattel. Playmobil-Geschäftsführerin Andrea Schauer sieht zwei wesentliche Gründe für diese positive Entwicklung: „Zum einen sind die Neuheiten die Wachstumstreiber, zum anderen trägt unsere vor ca. fünf Jahren begonnene Strategie, mit unserer Sortimentspolitik das Ganzjahresgeschäft zu forcieren, deutliche Früchte.“

    In der Top 50 Rankingliste des Marktforschungsunternehmens npdgroup Deutschland GmbH für die Abverkäufe nach Wert im deutschen Spielwarenmarkt finden sich zehn Playmobil-Produkte, darunter auf Platz zwei die Playmobil-Adventskalender, klarer Marktführer der Spielzeug-Adventskalender.

    Für die 2010 neu eingeführten Top Agents lässt sich nur sagen: „Mission completed.“ Das Ziel, ältere Jungs mit den cleveren technischen Tools der Agentenspielwelt zu begeistern, ist aufgegangen. Im Abverkauf war dieses Neuheiten-Thema 2010, gefolgt von den neuen Rittern und der fröhlichen Ferienwelt, das stärkste.

    Playmobil weltweit

    Der weltweite Playmobil-Umsatz stieg 2010 um sieben Prozent auf 507 Mio. €. Ein überzeugendes Neuheiten-Programm, ein effektiver Marketing-Mix und die konsequente Bearbeitung der einzelnen Märkte haben zu diesem Erfolg beigetragen. Größten Anteil am Auslandsumsatz von weiterhin 68 Prozent haben die zwölf Vertriebstöchter. Doch auch sogenannte „Emerging Markets“ hatten mit hohen Wachstumsraten – wenn auch auf noch niedrigem Niveau – Anteil an der Steigerung des weltweiten Playmobil-Umsatzes um 33 Mio. €.

    Playmobil France ist die mit Abstand umsatzstärkste Vertriebstochter. 2010 wuchs der Umsatz an den Handel um gute fünf Prozent. Playmobil hat in Frankreich einen Marktanteil von ca. sieben Prozent. Benelux verzeichnete in einem rückläufigen Spielwarenmarkt einen leichten Umsatzanstieg. Sowohl in Belgien als auch in den Niederlanden wurde der Große Tierpark zum Spielzeug des Jahres in der Alterskategorie 4 – 6 Jahre gewählt. Iberica erzielte in einem weiterhin wirtschaftlich schwierigen Umfeld einen neuen Umsatzrekord und konnte sowohl in Spanien als auch in Portugal zweistellig zulegen. UK blieb mit zwei Prozent geringfügig hinter den Vorjahresumsätzen zurück. Austria und Swiss verzeichneten beide ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Hellas ist es trotz des schwierigen Konsumumfelds in Griechenland gelungen, den Umsatz an den Handel auf Vorjahresniveau zu halten. Die Abverkäufe an den Konsumenten stiegen sogar. Italia konnte das sechste Jahr in Folge ein zweistelliges Umsatzplus erzielen. Für die Zukunft wird ein zweistelliges Wachstum erwartet, da Playmobil in Italien noch erhebliches Potential hat. Nordic mit den Ländern Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland hat das dritte Jahr unter eigener Regie hervorragend bewältigt. Es wurde ein hohes Umsatzplus von 45 Prozent erzielt. USA legte einstellig zu. Dieses Umsatzwachstum wurde im Bereich Massenmarkt generiert. Canada erzielte das siebte Jahr in Folge ein Umsatzwachstum, wiederum deutlich zweistellig. Der Umzug der Vertriebstochter in ein größeres Gebäude ist abgeschlossen. Damit sind die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Mexicana bestätigte mit einem deutlich zweistelligen Umsatzplus von 60 Prozent die positive Entwicklung der letzten Jahre.

    Von der Steinzeit in die Zukunft

    Für das Spielzeugjahr 2011 haben sich die Playmobil-Kreativen aus dem mittelfränkischen Zirndorf nicht weniger als 97 neue Spielideen ausgedacht. Der kreative Mix umfasst die Neubearbeitung erfolgreicher Klassiker sowie innovative Neuheiten, Produkte in Impulspreislage bis zu hochpreisigen Geschenkpackungen. SPIELZEUGinternational hat in seiner Februar-Ausgabe bereits ausführlich über diese Neuheiten berichtet.

    Playmobil-Prognose und Preisentwicklung

    Mit Blick auf die Bandbreite der vorgestellten Spielideen und Preispunkte prognostiziert Playmobil-Geschäftsführerin Andrea Schauer für 2011 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Die Preise in Deutschland können zur Messe 2011 stabil gehalten werden. In den Auslandsmärkten erfolgt lediglich eine geringe Anpassung um ein Prozent.

    Playmobil-FunPark

    Der Playmobil-FunPark feierte 2010 sein zehnjähriges Jubiläum. Der Erfolg dieses einzigartigen Konzepts, Kinder mit Playmobil-Spielwelten im Großformat zum Aktivsein zu motivieren, ist ungebrochen. Denn trotz widriger Witterung gerade in den Sommermonaten blieben die FunPark-Besucherzahlen mit knapp 700.000 gegenüber dem Vorjahr stabil. Am 16. und 17. April startet die Saison 2011 mit zwei großen Bauernhof-Aktionstagen. Ab den Pfingstferien können Klein und Groß den neuen Aktivspielbereich „Balancier-Parcours“ ausprobieren.

    Produktionsstätten

    Playmobil und LECHUZA (Pflanzbehälterprodukte) sind Premium-Marken „Made in Europe“. Konsequent wurde in den letzten Jahren in Fertigung und Logistik der eigenen Standorte in Deutschland, Malta, Tschechien und Spanien investiert. Dieser europäische Produktionsverbund ist unser Garant für Sicherheit und Qualität auf höchstem Niveau.

    Der Standort in Dietenhofen ist mit weitem Abstand die größte und leistungsfähigste Fertigungs- und Versandstätte für Spielzeug in Deutschland. Hier werden ca. 60 Prozent des Playmobil- und 100 Prozent des LECHUZA-Fertigungsvolumens bewältigt. Unter anderem entstehen hier täglich auf mehr als 400 Spritzmaschinen ca. sieben Mio. Spritzteile. Im Rahmen der weltweiten Versandabwicklung wurden im letzten Jahr ca. 48 Mio. Playmobil-Packungen versandt. Um der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach unseren Produkten gerecht zu werden, wird derzeit eine neue Spritzerei mit ca. 80 Spritzgießmaschinen und ein weiteres vollautomatisches Hochregallager mit 12.000 Stellplätzen errichtet.

    Playmobil Malta ist Exklusivfertiger der Playmobil-Figuren, die in nahezu jedem Playmobil-Artikel enthalten sind. Außerdem wird dort die Sortimentslinie Playmobil 1.2.3 mit höchsten Anforderungen an die Spielzeugsicherheit produziert. Damit nimmt das hochmoderne Werk in Malta eine herausragende Stellung im Produktionsverbund ein. In 2010 wurden wie im Vorjahr rund 100 Mio. Stück der 7,5 cm großen Playmobil-Figuren hergestellt, so dass mittlerweile 2,4 Mrd. Figuren ihren Weg in die Kinderzimmer weltweit gefunden haben.

    Der Montagebetrieb im tschechischen Cheb ist vollständig in den Produktionsverbund des Unternehmens integriert. Bei kontinuierlicher Auslastung in 2010 fertigten im Durchschnitt 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vorbeutel und Baugruppen für die Endproduktion in Dietenhofen sowie verpackungsintensive Fertigartikel in hohen Auflagen, wie z.B. die Playmobil-Adventskalender.

    Expansion bei Gruppenumsatz und Beschäftigten

    Der Gesamtumsatz der Brandstätter-Gruppe stieg gegenüber 2009 um solide 7,9 Prozent von 518 Mio. € auf 559 Mio. €. Zu dem erfreulichen Ergebnis trugen weltweit 3.250 Mitarbeiter bei. Das sind im Jahresmittel knapp 190 Beschäftigte, also sechs Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland standen 2010 insgesamt 1.758 Mitarbeiter gegenüber 1.730 im Vorjahr auf den Lohn- und Gehaltslisten.

    Investitionen für Playmobil und LECHUZA

    In 2011 sind neben einem Invest von 22 Mio. € für Spritzgießformen weitere 31 Mio. € für Investitionen in den Produktionsverbund vorgesehen. Insgesamt ist erneut ein Gesamtinvestitionsvolumen in der außerordentlichen Höhe von 58 Mio. € zur Stärkung der beiden Marken Playmobil und LECHUZA geplant, davon 48 Mio. € in Deutschland.

    Firmenchef Horst Brandstätter bilanziert:

    „Für das Unternehmen war 2010 das elfte Wachstumsjahr in Folge. Dafür sind wir dankbar. Die Neuheiten wurden sehr gut aufgenommen, wir haben sparsam gewirtschaftet und in die Zukunft investiert. Ich bin überzeugt, dass auch 2011 ein erfolgreiches Playmobil-Jahr wird.“