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    Simba Dickie Group: Optimistischer Ausblick auf 2019

    29. Januar 2019

    Trotz eines Umsatzrückgangs zeigte sich das Führungsteam der Simba Dickie Group mit dem sehr bewegten Spielwarenjahr 2018 zufrieden und blickt gut gelaunt auf 2019.

    „Die Simba Dickie Group hat in einem sehr bewegten Jahr 2018 einen konsolidierten Gesamtumsatz in Höhe von 616,0 Mio. Euro erreicht“, fasst Manfred Duschl, CFO des international aktiven Spielwarenherstellers, die Zahlen zur Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres zusammen. Der Umsatz berücksichtigt die Umsätze aus Neuakquisitionen nicht. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 4,5% und verglichen mit den Plänen ein Minus von 7,8%.

    Manfred Duschl zeigt sich dennoch zufrieden. „Bedenkt man, dass große Player im Markt wie Toys R US, die Ludendo-Gruppe in Frankreich, die Blokker Gruppe in Holland und jetzt erst jüngst die Firma Top Toy aus Dänemark in Insolvenz gingen, ist ein Minus von nur 4,5% bei qualitativ sogar besseren Umsätzen als durchaus positiv zu werten.“ Nach Abschluss der Insolvenz sind diese Unternehmen zum Teil vom Markt verschwunden oder sie agieren heute in einer anderen Größenordnung.

    Neben den wirtschaftlichen und währungspolitischen Krisenherden blieb auch Russland mit seinen nicht planbaren Währungsturbulenzen ein herausfordernder Markt für die Spielwarengruppe. Die russische Einheit wurde von einer Tochtergesellschaft auf ein Distributionsmodell umgestellt. Diese Bereinigung im Jahr 2018 hat allein schon zu einem Umsatzminus von über 20,0 Mio. Euro geführt.

    Vom Umsatzrückgang in Höhe von 4,5% waren seitens der Kerngesellschaften der Simba Dickie Group im Wesentlichen die Dickie Gruppe und die Smoby Gruppe betroffen.

    Die Simba Gruppe mit den Gesellschaften Big und Noris-Spiele realisierte im Jahr 2018 einen konsolidierten Gesamtumsatz in Höhe von 181,0 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 180,2 Mio. Euro. Die Simba Gruppe konnte damit auch in diesen bewegten Zeiten den Umsatz auf dem Vorjahresniveau halten.

    Die Dickie Gruppe mit der deutschen Gesellschaft Tamiya-Carson erreichte 2018 einen konsolidierten Gesamtumsatz in Höhe von 104,3 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr mit 109,0 Mio. Euro liegt dabei mit 4,3% in etwa auf dem Niveau des Gesamtumsatzrückgangs der Simba Dickie Group. Verantwortlich dafür zeichnen hauptsächlich die zum Teil erheblichen Umsatzrückgänge im Zusammenhang mit der Insolvenz von Toys R US.

    2017 erreichte die Smoby Gruppe einen Umsatz von 119,4 Mio. Euro. Der konsolidierte Gesamtumsatz der Smoby Gruppe 2018 betrug 96,8 Mio. Euro. Dieser sehr starke Umsatzrückgang der Smoby Gruppe in Frankreich ist überwiegend auf die Insolvenz von Toys R US und die der Ludendo-Gruppe zurückzuführen.

    Der konsolidierte Gesamtumsatz bei den ausländischen Tochtergesellschaften lag mit einem Minus von nur 1,1% in etwa auf Vorjahresniveau. Er belief sich auf 233,7 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 236,4 Mio. Euro. „Bedenkt man, dass durch die Umstellung in Russland von einer Tochtergesellschaft auf ein Distributionsmodell 2018 allein Umsatzanteile von über 20,0 Mio. Euro weggefallen sind, ist die Entwicklung bei den Tochtergesellschaften im Ausland als sehr erfreulich einzustufen“, so Manfred Duschl. Die vor einigen Jahren eingeleitete Konsolidierung im Ausland ist mittlerweile weitgehend abgeschlossen.

    Internationale Umsatzanteile

    Der internationale Anteil der Simba Dickie Group liegt bei etwa 75% und damit im Jahr 2018 unverändert zum Vorjahr. Die Hauptexportnationen der Gruppe waren 2018 die Länder Frankreich, Italien und England.

    „Das Jahr 2019 wird bewegt bleiben. Im hart umkämpften Marktumfeld wird der Bereich E-Commerce zulegen und der stationäre Handel wird sich verändern und neu aufstellen müssen. Es ist nicht auszuschließen, dass von Marktteilnehmern noch die eine oder andere Überraschung kommt“, prognostiziert Manfred Duschl.

    Unter Berücksichtigung dieser nicht einfachen Rahmenbedingungen plant die Simba Dickie Group, ihren konsolidierten Gesamtumsatz von 616,0 Mio. Euro im Jahr 2019 um etwa 5,5 % auf 650,0 Mio. Euro zu steigern. „Unser Fokus liegt dabei auf qualitativen Umsätzen und nachhaltigen Umsatzsteigerungen“, beschreibt Manfred Duschl die Zielsetzung.

    Mitarbeiter

    Die Simba Dickie Group beschäftigte Ende 2018 weltweit 2.940 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr mit 2.950 Mitarbeitern hat sich die Anzahl kaum verändert. Durch die Umstellung des Modells in Russland von einer Tochtergesellschaft auf eine Distributionslösung werden dort 200 Mitarbeiter nicht mehr der Firmengruppe zugerechnet. Andererseits sind in Deutschland und auch bei einigen Tochtergesellschaften im Ausland mehr Mitarbeiter eingestellt worden, um die Arbeitskapazitäten an gestiegene Anforderungen anzupassen. Die Mitarbeiteranzahl der Gruppe blieb somit in Summe fast gleich.

    Ende 2018 beschäftigte die Simba Dickie Group in Deutschland 787 Mitarbeiter (Vorjahr 742 Mitarbeiter) und in den Hong Kong Gesellschaften 188 Mitarbeiter (Vorjahr 194 Mitarbeiter). 1.965 Mitarbeiter (Vorjahr 2.014 Mitarbeiter) sind für die Simba Dickie Group in weiteren Auslandsgesellschaften tätig.

    Ertrags-/Finanzsituation

    „Trotz der Umsatzentwicklung 2018 haben wir unseren Fokus innerhalb der Simba Dickie Gruppe weiter auf qualitative und nachhaltige Umsätze gelegt“, so Manfred Duschl. „Nachdem die Phase der Konsolidierung im Ausland abgeschlossen werden konnte, hat sich die ohnehin bereits gute Ertragssituation der Gruppe weiter stabilisiert und insgesamt auch sehr erfreulich entwickelt.“ Die Ertrags- und Finanzsituation der Gruppe ist wie auch im Vorjahr als gut, solide und äußerst stabil zu charakterisieren.

    Investitionen und Veränderungen 2018

    2018 war für die Simba Dickie Group ein Jahr der Investitionen. Das Gesamtvolumen belief sich auf insgesamt 80,0 Mio. Euro. Wie in den Vorjahren sind aus diesem Investitionsvolumen ca. 15,0 Mio. Euro in die Neuanschaffungen von Maschinen und maschinelle Anlagen in allen Produktionsbetrieben der Gruppe sowie in die Investition von Werkzeugen für neue Produkte geflossen. Weitere nennenswerte Investitionen und Maßnahmen waren 2018 darüber hinaus: Der Erwerb einer Gesellschaft für Produktverpackungsgestaltung durch die Simba Dickie Group mit acht Mitarbeitern zum 1. Januar 2018. Die Arbeiten für Produktverpackungsgestaltung sind in der Vergangenheit überwiegend an Dritte vergeben worden. Seit Jahresbeginn 2018 werden fast alle Verpackungen der Gruppe ausschließlich durch das eigene neue Grafik-Team gestaltet.

    Der Einstieg ins Entertainmentgeschäft: Bereits informiert hatte die Simba Dickie Group über die Beteiligung an Animaccord, die über die Animationsfilme von „Masha und der Bär“ auf YouTube bekannt wurde. Zum 1. Januar 2018 erwarb die Simba Dickie Group die schwedische Entertainmentgesellschaft Ruta Ett AB, bekannt durch die Animationsserie „Helden der Stadt“. Zwischenzeitlich in Kid e Media unbenannt, entwickelt das schwedische Team aktuell eine neue Animationsserie für ChiChi Love, eine eigene IP der Simba Dickie Group. Über die guten Kontakte mit Partnern aus der digitalen Medienwelt sollen Synergien genutzt werden.

    Der Bau eines weiteren Lagergebäudes mit ca. 2.500 m² am Standort der Firma BIG in Gleißenberg. Der Erweiterungsbau ist im Oktober 2018 fertiggestellt worden und dient jetzt überwiegend als Manipulationsfläche“.

    Der Erwerb des französischen Puppenanbieters Corolle über einen Assetdeal. Es wurde eine 100%ige Tochtergesellschaft der Simba Dickie Group GmbH unter der Firmenbezeichnung Corolle SAS neu gegründet. Mit dieser bekannten, vor allem auf dem französischen Markt etablierten Marke sollen der Puppenbereich der Gruppe dort konzentriert und die Umsätze über Frankreich hinaus forciert werden.

    Die Gründung einer weiteren Gesellschaft in UK. Die über viele Jahre bestehende Gesellschaft Simba Smoby UK Ltd. ist auf den Vertrieb von hohen Stückzahlen des Standardsortiments konzentriert. Mit der in London neu gegründeten Gesellschaft SiSo Toys UK soll speziell das Sortimentsgeschäft mit Spielwarenkonzepten im Lizenzbereich und für Produktlinien, die Marketingmaßnahmen benötigen, aufgebaut und ausgebaut werden.

    Der Erwerb einer Beteiligung von einem Drittel an der Schweizer Spielwarenfachhandelskette Franz Carl Weber mit 19 Fachgeschäften, die über die gesamte Schweiz verteilt sind. Mit dieser Investition will die Simba Dicke Group Erfahrungen im stationären Handel sammeln und mit einem weiteren E-Commerce Spezialisten, der ebenfalls als Partner bei Franz Carl Weber eingestiegen ist, Möglichkeiten des Einsatzes von E-Commerce im stationären Handel ausloten.

    Der Erwerb der US-amerikanischen Gesellschaft Jada Group Inc. über einen Sharedeal im Oktober 2018. Bei Jada Toys handelt es sich um einen amerikanischen Spielwarenanbieter, der im Bereich Zinkspritzgussfahrzeuge, Zinkspritzgussfiguren, RC und PreSchool in den USA zu einem der führenden Marktteilnehmer zählt. Das Geschäft von Jada Group Inc. ist überwiegend lizenzgetrieben und im Moment auf den amerikanischen Markt und den amerikanischen Kontinent konzentriert. Die Simba Dickie Group will sich mit dieser Investition ein Standbein auf dem bedeutenden und wichtigen US-amerikanischen Markt aufbauen. Sie will zudem versuchen, die Produktlinien von Jada über ihr Vertriebsnetz in Europa zu vermarkten. Jada ist ähnlich strukturiert wie die Kerngesellschaften der Simba Dickie Group. Mit einer Schwestergesellschaft in Hong Kong werden die Märkte auf FOB Basis bedient. Der eigene Bereich wird über die Kerngesellschaft in den USA abgewickelt.

    Geplante Investitionen und Maßnahmen 2019

    Für 2019 sind folgende Investitionen und Maßnahmen ins Auge gefasst: Bau eines vollautomatischen Hochregallagers mit 13.200 Palettenplätzen im Logistikzentrum am Standort in Sonneberg/ Thüringen. Hinzu kommt die Investition in die Erweiterung eines automatischen Kleinteilelagers. Durch diese Maßnahme soll die am Standort in Deutschland konzentrierte Logistik der Gruppe weiter optimiert werden. Darüber hinaus ist angedacht, über den Standort in Sonneberg die Logistik für weitere ausländische Tochtergesellschaften der Gruppe abzuwickeln. Das Investitionsvolumen allein hierfür beläuft sich auf ca. 15,0 Mio. Euro.

    Erweiterung des Musterzimmers am Standort der Simba Dickie Group in Fürth Stadeln mit ca. 600 m².

    SAP-Anbindung der Tochtergesellschaften in Middle East und Indien.

    Verschmelzung der Gesellschaft Noris-Spiele Georg Reulein GmbH & Co. KG in die Muttergesellschaft Simba Toys GmbH & Co. KG. Die Produktlinien von Noris-Spiele, Zoch und Schipper werden nach der Verschmelzung als eigenständige Division unter dem Dach von Simba Toys bestehen bleiben und weiterentwickelt.

    Die beiden zuerst genannten Investitionen, der Bau des Hochregallagers in Sonneberg und die Erweiterung des Musterzimmers am Standort in Fürth, waren bereits für 2018 geplant. Beides musste jedoch aufgrund von Engpässen im Baubereich auf das neue Jahr verschoben werden.

    Zusammen mit den alljährlich geplanten Investitionen in Maschinen und maschinellen Einrichtungen ist das für 2019 anstehende Investitionsvolumen mit 45,0 Mio. Euro veranschlagt. Davon sollen 25,0 Mio. Euro in Deutschland investiert werden.

    Spielwarenmesse 2019Die Spielwarenmesse feiert im Jahr 2019 ihr 70. Jubiläum und rückt dabei wieder Trendthemen für neues Spielzeug in den Fokus. Als einer der größten Aussteller wird die international aktive Simba Dickie Group auf mehreren Messeständen mit mehr als 20 Marken und einem vielfältigen Neuheitenprogramm vertreten sein.