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Das Bundeskartellamt hat ein Bußgeld in Höhe von 130.000 Euro gegen die LEGO GmbH wegen vertikaler Preisbindung beim Vertrieb von sog. „Highlightartikeln“ verhängt, teilte das Amt in einer Pressemitteilung vom 12. Januar 2016 mit. Betroffen waren Händler in der Region Nord- und Ostdeutschland in den Jahren 2012 und 2013, die von Vertriebsmitarbeitern der LEGO GmbH zur Anhebung der Endverkaufspreise gegenüber den Kunden gedrängt wurden.
Die betroffenen Artikel sowie gezielt ausgewählte Händler wurden in regelmäßig aktualisierten Listen festgehalten. Zum Teil wurden den Händlern bei Unterschreitung der in den Listen festgeschriebenen Endverkaufspreise die Verknappung von Liefermengen bis hin zur Nicht-Belieferung angedroht. Teils wurde auch die Höhe des Preisnachlasses auf den Händlereinkaufspreis bei der LEGO GmbH mit der Einhaltung der Listenendverkaufspreise verknüpft.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „LEGO hat nach Einleitung des Verfahrens umfangreiche interne Ermittlungen durchgeführt und von Anfang an selbst maßgeblich zur Aufklärung des Sachverhalts beigetragen. Es wurden auch entsprechende organisatorische und personelle Konsequenzen gezogen. Bei der Bußgeldfestsetzung wurde diese Kooperation und die einvernehmliche Verfahrensbeendigung, ein sog. Settlement, umfassend berücksichtigt.“
Das verhängte Bußgeld ist noch nicht rechtskräftig. Gegen den Bescheid kann Einspruch eingelegt werden, über den das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheidet.
Auch Lego selbst veröffentlichte am gleichen Tag eine Pressemitteilung zu diesem Thema, in dem das Unternehmen bereits ankündigte, keine Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Bundeskartellamtes einzulegen. Hier die Pressemitteilung der Lego GmbH:
Bundeskartellamt verhängt Bußgeld gegen die LEGO GmbH
Das Bundeskartellamt hat gegen die LEGO GmbH wegen Verletzung wettbewerbsrechtlicher Vorgaben ein Bußgeld in Höhe von 130.000 Euro verhängt.
Das Unternehmen akzeptiert die Entscheidung des Bundeskartellamtes und wird keine Rechtsmittel dagegen einlegen. Die LEGO Gruppe hat während des gesamten Verfahrens umfassend mit dem Bundeskartellamt kooperiert.
Die Entscheidung des Bundeskartellamtes beruht wesentlich auf Informationen, die im Rahmen einer von der LEGO Gruppe durchgeführten internen Untersuchung ermittelt wurden. Unmittelbar nachdem die LEGO Gruppe im Februar 2014 vom Bundeskartellamt über bestehende Verdachtsmomente in Kenntnis gesetzt wurde, hat die LEGO Gruppe zur vollständigen Aufklärung des Sachverhaltes auf freiwilliger Basis eine umfassende interne Untersuchung veranlasst.
Die von einer externen Anwaltssozietät durchgeführte Untersuchung führte zur Aufdeckung des folgenden Fehlverhaltens:
- In einer begrenzten Anzahl von Fällen wurden interne Compliance-Richtlinien der LEGO Gruppe von einzelnen Vertriebsmitarbeitern in einer bestimmten innerdeutschen Region missachtet.
• Die Vorfälle betreffen die Jahre 2012 und 2013.
• Die Fälle bezogen sich auf eine begrenzte Anzahl von Einzelhandelspartner und auf etwa 20 LEGO® Produkte
• Die Ergebnisse der internen Untersuchungen lassen darauf schließen, dass das vorgenannte Verhalten, nicht zuletzt infolge seiner sehr begrenzten Reichweite, keinen Einfluss auf das allgemeine Marktniveau der Endverkaufspreise in Deutschland hatte.
Im November 2014 leitete die LEGO Gruppe die Ergebnisse der internen Untersuchung an das Bundeskartellamt weiter. Des Weiteren wurden folgende Maßnahmen ergriffen:
- Gegenüber Mitarbeitern, welche in verantwortlicher Weise am beschriebenen Fehlverhalten beteiligt waren, wurden arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet. In einzelnen Fällen führte dies zur Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses.
• Das bestehende weltweite Compliance-Programm der LEGO Gruppe wurde umfassend aktualisiert. Insbesondere wurde das Schulungsprogramm erheblich intensiviert und bereits zusätzliche Mitarbeiterschulungen durchgeführt.
John Goodwin, Chief Financial Officer der LEGO Gruppe, stellt dazu fest:
“Obgleich sich das Fehlverhalten lediglich auf eine beschränkte Anzahl von Fällen innerhalb eines begrenzten Zeitraumes in einem bestimmten Teil Deutschlands bezog, möchten wir ausdrücklich klarstellen, dass dieses Verhalten absolut inakzeptabel ist und in keinster Weise repräsentativ dafür, für was die Marke LEGO steht.”
Er fügt hinzu: “Wir nehmen das festgestellte Fehlverhalten einzelner LEGO Mitarbeiter ebenso wie die Entscheidung des Bundeskartellamtes sehr ernst und haben bereits Maßnahmen ergriffen, um derartiges Verhalten in Zukunft zu verhindern. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die LEGO Gruppe jederzeit die geltenden rechtlichen Vorgaben aller Länder beachtet. Dies ist tief verwurzelt in unseren Werten und unserer Unternehmenskultur, so wie wir auch bei all unseren geschäftlichen Handlungen offen, ehrlich und transparent sind, u
Doppelgeschäftsjahr 2015/2016 mit Spitzenumsätzen: 195 Millionen Euro für 2015 und „250 plus X“ für 2016 prognostiziert -Startschuss für nächste Großinvestition der neuen Halle 3C in Höhe von 70 Millionen Euro – ifo-Studie: Messe sichert 15.000 Arbeitsplätze und bringt jährliche Kaufkrafteffekte in Milliardenhöhe
Das Jahr 2015 geht als umsatzstärkstes ungerades Geschäftsjahr in die Geschichte der NürnbergMesse ein: Die Messen und Kongresse am Heimatstandort Nürnberg und weltweit lassen einen Gesamtumsatz von rund 195 Millionen Euro erwarten. Auf Basis dieser guten Unternehmensentwicklung kündigen Dr. Roland Fleck und Peter Ottmann, CEOs der NürnbergMesse Group, für 2016 ein erneutes „all time high“ beim Umsatz mit prognostizierten „250 Millionen Euro plus X“ an: „Unsere Veranstaltungsformate entwickeln sich prächtig, die Internationalisierung der NürnbergMesse geht weiter und die Investitionen ins Messezentrum Nürnberg erhalten durch den Bau der neuen Halle 3C einen richtig großen Meilenstein!“
Für 2016 wird mit über 250 Millionen Euro Umsatz diese symbolträchtige Marke erstmals überschritten und damit ein neues Rekordjahr in der Unternehmensgeschichte erwartet, so die beiden NürnbergMesse-Geschäftsführer.
ifo-Studie bestätigt: „NürnbergMesse ist Wirtschaftsmotor“
Im Rahmen der Jahrespressekonferenz präsentierten Dr. Roland Fleck und Peter Ottmann zudem auch die Ergebnisse einer aktuellen ifo-Studie. Ermittelt wurden durch das von Professor Dr. Sinn geleitete Institut interessante Fakten: Demnach sichern die Veranstaltungen im und die kontinuierlichen Investitionen ins Messezentrum Nürnberg jedes Jahr 15.000 Vollzeit-Arbeitsplätze – zwei Drittel davon übrigens in der Metropolregion. Außerdem entstehen durch die Ausgaben von Besuchern und Ausstellern am Messestandort Nürnberg Kaufkrafteffekte in Deutschland von 1,65 Milliarden Euro pro Jahr. Hiervon profitieren primär Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, Einzelhandel und Dienstleister im Bereich Messebau, Flughafen oder Logistik. Dr. Roland Fleck und Peter Ottmann sind sich sicher: „Nimmt man die Tatsache, dass fast ein Viertel der Ausgaben im Ausland erfolgt, mit in das Modell mit auf, so käme man wohl auf Kaufkrafteffekte von mehr als 2 Milliarden Euro.“ Auch der Fiskus partizipiert direkt an Veranstaltungen im Messezentrum Nürnberg – gemäß ifo-Studie nachweislich in Höhe von über 300 Millionen Euro jährlich, davon gehen allein an den Freistaat Bayern über 100 Millionen Euro. Für die beiden NürnbergMesse-Geschäftsführer steht damit fest: „Die Veranstaltungen unseres Portfolios sorgen dafür, dass der Wirtschaftsmotor NürnbergMesse brummt – in der Metropolregion, aber eben auch in Bayern, Deutschland und darüber hinaus.“
Bau der neuen Halle 3C

Präsentiert wurde zudem auch die vor wenigen Tagen getroffene Entscheidung für den Bau einer neuen Halle 3C: In konsequenter Fortführung der Südschiene des Messegeländes entsteht nun zum zweiten Mal nach Handschrift von Stararchitektin Zaha Hadid eine neue Messehalle mit höchsten Qualitäts- und Energiestandards und knapp 10.000 m² Brutto-Ausstellungsfläche. Mit dieser Investition wird mittelfristig ermöglicht, die Modernisierung des Messegeländes sukzessive anzugehen und gleichzeitig keine Ausstellungsfläche zu verlieren. Die Fertigstellung der Halle 3C ist für das Jahr 2018 geplant. Das Investitionsvolumen wird sich nach den aktuellen Planungen einschließlich der notwendigen Infrastruktur und inklusive Steuern auf rund 70 Millionen Euro belaufen, so Dr. Roland Fleck. Im Ergebnis entsteht durch den Dreiklang aus dynamischem Veranstaltungswachstum, klarer Internationalisierungsstrategie und erhöhten Investitionen ins Messezentrum Nürnberg die Erfolgsbasis, um auch als Messegesellschaft in Zukunft erfolgreich zu sein, so die NürnbergMesse-Geschäftsführer unisono.

Der Modellbau- und Spielzeughersteller Revell GmbH aus Bünde stellt

sich ab Januar 2016 personell verändert für die Zukunft auf. Ende Februar 2016 wird Hans Ulrich Remfert, seit 1997 alleiniger Geschäftsführer des Traditionsunternehmens, seine aktive berufliche Tätigkeit nach über 30 Jahren im Unternehmen beenden. Auch im Vertrieb wird es eine personelle Änderung geben. Bernd Wiegmann, seit 1993 Vertriebsdirektor für alle Absatzmärkte, wird nach 44 Jahren bei Revell ebenfalls Ende Februar 2016 in den Ruhestand gehen.
Stefan Krings neuer Geschäftsführer
Stefan Krings (47 Jahre) wird ab Januar 2016 neuer Geschäftsführer des Modellbau- und Spielwarenherstellers Revell GmbH aus dem ostwestfälischen Bünde. Krings, der bis Ende 2015 als Geschäftsführer für Deutschland und Österreich beim Spielzeughersteller Giocchi Preziosi tätig ist, tritt in die Fußstapfen von Hans Ulrich Remfert, der fast 20 Jahre die Geschäfte von Revell lenkte.

Krings verfügt über einen technischen Background und war unter anderem als National Key Account Manager bei Nintendo Europe sowie als Vertriebsdirektor und Geschäftsführer für die Länder Deutschland / Österreich / Schweiz beim Software-Publisher THQ Entertainment tätig. Bei Revell wird er unter anderem die Zukunft des Plastikmodellbaus mitgestalten sowie die Geschäftsbereiche Revell Control und Hobbico leiten. Krings wird seine Tätigkeit als Geschäftsführer bereits im Januar 2016 beginnen und so anfangs das operative Geschäft gemeinsam mit Remfert führen, der am 29. Februar 2016 das Unternehmen verlässt.
Roger Gundel neuer Vertriebschef

Ab Januar 2016 wird Vertriebsdirektor Bernd Wiegmann von Roger Gundel abgelöst. Gundel (50 Jahre) stammt ähnlich wie Krings aus der Software- und IT-Branche, war tätig bei Nintendo sowie als Leiter des Außendienstes Deutschland bei Apple. Bis Ende 2015 verantwortet Gundel den Bereich Electronic Products bei Grofa. Zukünftig wird Gundel das Vertriebsnetz von Revell ausbauen und neben den klassischen Absatzmärkten mit neuen Konzepten weitere Vertriebsfelder erschließen. Seine aktiven Netzwerke und Kontakte aus der Tätigkeit für Grofa, Apple wie auch Nintendo werden hier von großem Nutzen sein. Wiegmann wird noch bis Ende Februar 2016 für Revell tätig sein.
Stefan Lutz leitet Marketing & Produktentwicklung

Darüber hinaus holt sich die Revell GmbH im Bereich Marketing und Produktentwicklung mit Stefan Lutz (50 Jahre) ab Januar 2016 einen erfahrenen Spielzeugmarketer ins Haus. Lutz folgt Thorsten Koss nach und wird seine Erfahrung aus der Spielzeugbranche in seiner neuen Position als Bereichsleiter Marketing & Produktentwicklung einfließen lassen. Lutz war bereits als Marketingdirektor bei Zapf Creation sowie als Bereichsleiter Marketing bei der Simba Dickie Group tätig und kennt die Anforderungen, die der moderne Spielzeugmarkt an Produkte stellt.

