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    Stellungnahme zum Testbericht Stiftung Warentest im Heft test 11/2010 Erscheinungsdatum 22. Oktober 2010

    28. Oktober 2010

    Prinzipiell begrüßt der DVSI jeden Diskussionsbeitrag, der der Spielzeugsicherheit dient. Er fühlt sich damit in seinem jahrelangen großen Engagement im Dienste der Spielzeugsicherheit bestätigt.

    Der Test von Stiftung Warentest belegt, dass Spielzeuge nicht mit Schadstoffen belastet sind, die auch nur im Entferntesten die Gesundheit der Kinder gefährden könnten.

    Bei allen gestesteten Spielzeugen bestätigt Stiftung Warentest, dass die angemerkte Belastung die Verkehrsfähigkeit des Produktes nicht einschränkt.

    Aus Gesichtspunkten des vorbeugenden Gesundheitsschutzes hat die Europäische Union, beraten von führenden Toxikologen, chemische Grenzwerte festgelegt – mit einem Sicherheitsfaktor von 1000.

    Ein Vergleich dazu: Brücken haben gewöhnlich einen Sicherheitsfaktor von 12.

    Der hohe Sicherheitsfaktor resultiert aus der Systematik des TDI-Wertes (Tolerable Daily Intake).

    Er wird so festgelegt, dass bei hundertfacher Überschreitung eine erste Wirkung (auch wenn nicht nachteilig) festgestellt werden kann.

    Für Spielwaren ist dieser Wert nochmals um den Faktor 10 herabgesetzt. Das ergibt den Sicherheitsfaktor von 1000.

    Wer Belastungen unterhalb dieser Grenzwerte beanstandet, kann dafür kein Sachargument vortragen.

    Deswegen ist die Aussage von Stiftung Warentest „Grenzwerte sind meist viel zu hoch“, schlichtweg falsch.

    Die Beurteilung „kein Holzspielzeug ist schadstofffrei“ übersieht, dass Holz ein Naturprodukt ist. Unbehandeltes Holz enthält ca. 4-6 mg Formaldehyd je Kilogramm Holz.

    Eine Sonderproblematik stellen PAKs dar. Hier sind der Europäische Verband TIE (Toy Industries of Europe) und der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie e.V. in eine europäische Diskussion eingeschaltet mit dem Ziel, aus toxikologischer Perspektive akzeptable Grenzwerte festzulegen.

    Stiftung Warentest prangert dabei eine PAK-Belastung an, sobald der von ihr herangezogene Grenzwert von 0,2 mg/kg überschritten wird.

    Allem Anschein nach wird dabei übersehen, dass das Heft „test“ von Stiftung Warentest eine ca. 10-fach höhere PAK-Belastung aufweist. Diese ist aus dem Papier leicht heraus lösbar.

    Würde Stiftung Warentest ihre PAK-Forderung ernst nehmen, müsste sie auf die Druckausgabe verzichten.

    Stuttgart, 21. Oktober 2010

    Dr. Volker Schmid

    – Geschäftsführer –

    Deutscher Verband

    der Spielwaren-Industrie e.V.