Die Generaldirektion Steuern und Zollunion (GD TAXUD) der Europäischen Kommission ist für die Um- und Durchsetzung des EU-Rechts auf nationaler Ebene in den Bereichen Steuern und Zoll verantwortlich. Seit geraumer Zeit stellt die Flut kleinerer Pakete von Billig-Online-Shopping-Plattformen die Zollbehörden vor kaum mehr zu bewältigende Aufgaben, informierte DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil kürzlich die Spielwarenbranche.
Die EU hat zwar erste Schritte dagegen unternommen – wie etwa die Aufhebung der Zollfreigrenze von 150 € und die Einführung einer Paketgebühr von 3 € –, aber nach übereinstimmender Auffassung von Experten als auch des DVSI dürften diese Maßnahmen als auch die kommende Zollreformen nicht ausreichen, um der Lage Herr zu werden. Zur Erinnerung: 2025 machten Kleinsendungen 97 % aller Sendungen aus. 2024 überschwemmten 4,6 Mrd. Pakete den EU-Markt, und im Juli 2025 verzeichnete die EU immer noch einen Anstieg um 36 % gegenüber Juli 2024. Ein EU-weites Zollkontrollverfahren zeigt erneut die Dringlichkeit von effizienten Kontrollen auf. Mehr als die Hälfte der überprüften 20.000 Spielwaren und kleinen Elektronikartikeln, die jetzt von den Zollbehörden in Zusammenarbeit mit den Marktüberwachungsbehörden unter die Lupe genommen wurden, entsprach nicht den EU-Produktvorschriften. Eine Auswahl wurde zudem im Labor auf Sicherheit getestet. 84 % davon wurden als gefährlich eingestuft. Das teilt die Europäische Kommission in dieser Woche mit.
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