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Steiff: Fashion Kooperation

Nach sieben Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit entschied die Margarete Steiff GmbH, den Ende 2018 auslaufenden Vertrag mit der Kids Fashion Group (früher Kanz) nicht zu verlängern, die als Lizenznehmer die Kindermode-Kollektion von Steiff produziert und vertreibt. Die Fashion-Kollektion wuchs zu einem wichtigen Geschäftsbereich der Marke (25 Prozent des Umsatzes) und Steiff sieht in dem Segment mit Blick auf den verstärkten Retail-Fokus großes Potenzial und will die internationale Ausrichtung verstärken. Laut Gf. Peter Hotz werde man mit Kids Fashion eine „preferred“-Partnerschaft für die Retail-Kooperation eingehen, die Kollektion Frühjahr/Sommer 2019 werde die erste von Steiff selbst entworfene Linie sein.

United Labels: Jahresergebnis 2017

Die United Labels AG hat im Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz von 30,3 Mio. € (Vorjahr: 32,4 Mio. €) erzielt. Durch einen Margenanstieg hat sich das operative Konzernergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) mehr als versechsfacht auf € 2,5 Mio. (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Das EBIT stieg stark auf 1,9 Mio. € (Vorjahr: -0,4 Mio. €) und liegt damit innerhalb der zu Beginn des Geschäftsjahres veröffentlichen Ergebnisprognose. Der Konzernjahresüberschuss verbesserte sich auf 0,4 Mio. € (Vorjahr: -1,8 Mio. €). Insgesamt hat sich die positive Entwicklung bereits im gesamten Jahresverlauf abgezeichnet.
Für 2018 sind weitere neue Themen sowie eine Ausweitung bestehender Sortimente geplant. Durch eine neue Kooperation mit dem „Deutschen Fußballbund (DFB)“ wurde auf den Ordermessen 2018 eine ausgewählte Produktpalette mit den Stars der Fußball-Nationalmannschaft präsentiert. Die Auslieferung dieses neuen Themas, ebenso wie die ersten Produkte der Lizenzthemen „Ralph Ruthe“ sowie einer neuen fachhandelsspezifischen „Snoopy-Kollektion“ sollen in Q2 2018 erfolgen. Insgesamt stieg die Zahl der belieferten Fachhändler auf rund 700 mit über 1.000 Verkaufsstellen. Ebenso ist die Ausweitung der gesamten Fachhandelsprodukte in das europäische Ausland geplant.

Irischer Spielwarenhändler Smyths Toys will Toys“R”Us in der DACH-Region übernehmen

Der irische Spielwarenhändler Smyths Toys hat einen Vertrag zur Übernahme von Toys“R”Us in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) unterzeichnet und wird somit – aller Voraussicht nach – der größte Händler für Spielwaren und Babyartikel in Europa. Smyths Toys betreibt bereits erfolgreich 110 Spielwarengeschäfte und Online-Shops in Irland und Großbritannien und wird nun sein Unternehmensportfolio um weitere 93 Märkte und 4 Online-Shops in der DACH-Region erweitern, so eine Pressemitteilung von Toys R Us vom 21. April.

Vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch das zuständige Gericht in den USA, aller zuständigen Behörden und vertraglicher Regelungen wird Smyths alle Unternehmenseinheiten der Marke Toys“R”Us in der DACH-Region sowie alle Mitarbeiter und das Management in diesen drei Ländern, einschließlich der Hauptverwaltung in Köln, übernehmen.

Im Namen von Smyths Toys, sagt Tony Smyth: „Wir haben unser Unternehmen vor mehr als dreißig Jahren gegründet und sind unseren Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten sehr dankbar für die Unterstützung, die wir in dieser Zeit erhalten haben. Kunden jeglichen Alters stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir sind fest davon überzeugt, dass sich der `multi-channel` Spielwarenhandel weiterhin positiv entwickeln wird und dass wir unsere Marke in Kontinentaleuropa erfolgreich einführen und ausbauen können.
Toys“R”Us in der DACH-Region ist profitabel, hat ein starkes Führungsteam und viele treue Kunden. Dies ist ein guter Ausgangspunkt für unsere Expansion.“

Der Geschäftsführer von Toys“R”Us Central Europe, Detlef Mutterer, sagt: „Nach umfassenden Sondierungsgesprächen bin ich sehr zufrieden, dass Smyths Toys den Bieterprozess für unser Unternehmen gewonnen hat. Smyths Toys ist ein außerordentlich erfolgreiches Handelsunternehmen, das in der Vergangenheit stark gewachsen ist. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren, werden auf Kundenwünsche eingehen und zusammen das Geschäft vorantreiben. Wir haben schon jetzt viele gemeinsame Lieferanten und freuen uns auch weiterhin auf die konstruktive Zusammenarbeit mit all unseren Geschäftspartnern.“

Über TOYS “R” US

Toys“R”Us nimmt im deutschsprachigen Raum mit derzeit 93 Filialen sowie jeweils landeseigenen Onlineshops eine marktführende Rolle im Handel mit Spielwaren und Babyartikeln ein. Mit seinem breit gefächerten Angebot aus den Bereichen Spielwaren, Multimedia, Outdoor und Baby führt Toys“R”Us das umfangreichste Sortiment der Branche. Durch attraktive Kundenvorteilsprogramme, hohe Servicestandards und Produktqualität zu günstigen Preisen bietet das Toys“R”Us Konzept den Kunden einen großen Mehrwert.Besuchen Sie uns doch auch einmal im Internet unter www.toysrus.de.

Über Smyths Toys

Smyths Toys wurde vor mehr als dreißig Jahren gegründet und ist heute – mit mehr als 110 Standorten – der führende `multi-channel` Spielzeug-Einzelhändler im englisch-sprachigen Europa. Smyths Toys ist ein Familienunternehmen. Die Läden, Marken, Kataloge und die Fernsehwerbung von Smyths sind außerordentlich beliebt bei Kunden jeden Alters.  Diese Transaktion macht Smyths Toys zum größten Spielzeug-Einzelhändler in Europa.

Wechsel der Geschäftsführung bei Steiff

Die Geschäfte der Margarete Steiff GmbH mit Sitz in Giengen und der Dachgesellschaft Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH werden ab sofort interimistisch von Peter Hotz geführt. Der bisherige Geschäftsführer Daniel Barth verlässt nach über 4 Jahren bei Steiff das Unternehmen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Der 48-jährige Peter Hotz hatte als Geschäftsführer die Leitungsfunktion namhafter mittelständischer Unternehmen inne – darunter die Stokke GmbH, ein Premiumkinderwagenhersteller, bei dem er auch für den weltweiten Vertriebsinnendienst und Customer Service verantwortlich zeichnete.
Die Margarete Steiff GmbH bedankt sich bei Daniel Barth für sein außerordentliches Engagement sowie seinen besonderen Einsatz für das Unternehmen. Die Suche nach einem/r neuen Geschäftsführer/in wurde bereits eingeleitet.

Quantum Capital Partner übernimmt die Revell GmbH

Für die Revell GmbH, die bis dato noch einem Unternehmen der Hobbico Inc.-Gruppe in Champaign (USA) gehörte, welche zum Jahreswechsel ein Restrukturierungsverfahren nach Chapter 11 des US-Bankruptcy Code eingeleitet und Pläne bekannt gegebenen hatte, die Unternehmensgruppe zu verkaufen, zeichnete sich im Laufe des Verfahrens am 13.04.2018 eine nachhaltige Lösung zu einem Eigentümerwechsel ab. Neuer Alleingesellschafter der Revell GmbH wird ein Unternehmen der internationalen Beteiligungsgruppe Quantum Capital Partners (QCP) in München. Das operative Geschäft wird hierdurch in keinster Weise beeinträchtigt.

Deutscher Investor als neuer Revell-Eigentümer

Der Kauf beinhaltet auch wesentliche Vermögenswerte für das Nordamerika-Geschäft, wie unter anderem Namensrechte und die für den Plastikmodellbau wichtige, umfangreiche Formenbank. Revell erfährt somit durch den Wechsel des Eigentümers auch eine Stärkung, denn er bringt eine Ausweitung des Absatzmarktes und eine noch größere Vielfalt im Angebot mit sich.

Weltweites Geschäft gesteuert aus Bünde

Die bisherige Geschäftsführung unter Leitung von Stefan Krings wird künftig das weltweite Geschäft, inklusive Nordamerika, von Bünde aus steuern. „Revell freut sich, mit Quantum Capital Partners einen starken Partner an seiner Seite zu haben, der das Unternehmen bei seinem weiteren internationalen Wachstum unterstützt. Ich möchte mich an dieser Stelle zudem bei allen Handels- und Geschäftspartnern für das Vertrauen während der Übergangsperiode in den letzten Wochen bedanken“, kommentiert Stefan Krings die Meldung.

Steffen Görig, Vertreter von QCP, ergänzt: „Revell ist ein renommiertes und etabliertes Unternehmen und hat sich auf beeindruckende Art und Weise als eine international erfolgreiche Spielwarenmarke etabliert. Auf dieser Stärke werden wir aufbauen und die Marke mit ihrer einzigartigen Positionierung als Modellbauanbieter und Spielzeughersteller weiter entwickeln. Wir freuen uns darauf, Herrn Krings und sein Team auf diesem Weg zu unterstützen und das volle Wachstumspotential von Revell zu realisieren.“

Über Revell

Revell ist ein weltweit agierender Hersteller und Distributeur von Plastikmodellbausätzen (Marktführer in Europa) sowie Produkten in den Segmenten ferngesteuerter Modelle und Spielware allgemein. Revell hat eigene Vertriebs- und Marketing-Organisationen in UK, Frankreich, Österreich und BeNeLux.

Über Quantum Capital Partners:

Quantum Capital Partners (QCP) ist eine internationale, stark wachsende Beteiligungsgesellschaft mit Hauptsitz in München. QCP unterstützt die Unternehmen als aktiver Partner des Managements mit dem Ziel, diesen durch die optimal passende Strategie ihre Eigenständigkeit zu ermöglichen. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat QCP eine Vielzahl von Firmen und Geschäftsbereiche von weltweit führenden Unternehmen wie z.B. Robert Bosch GmbH, Stora Enso, Dürr, Airbus, Nestlé, Tenneco und Norsk Hydro erworben. QCP ist laut eigenen Angabe mit insgesamt 19 abgeschlossenen Akquisitionen seit 2014 einer der aktivsten Investoren in seiner Branche.

Toys“R“Us Landesgesellschaften in Europa bleiben trotz geordneter Insolvenz in den USA weiter bestehen

Wie die amerikanische Spielzeugkette Toys“R“Us gestern in den USA bekannt gab, muss die amerikanische Landesgesellschaft trotz aller Bemühungen um einen Fortbestand des Unternehmens die Geschäftsaufgabe in den USA einleiten. Die amerikanische Toys“R“Us Gesellschaft hat daher heute bei dem zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag zur Genehmigung der geordneten Geschäftsabwicklung seines operativen US-Geschäfts gestellt. Hiervon betroffen sind 735 US-Filialen einschließlich der Filialen in Puerto Rico sowie große Teile der Firmenzentrale in Wayne, New Jersey. Details zu den weiteren Abläufen und Abwicklungsprozessen der amerikanischen Landesgesellschaft werden nach erfolgter Genehmigung durch das Insolvenzgericht in naher Zukunft durch die amerikanische Toys“R“Us Gesellschaft bekanntgegeben.

Die amerikanische Landesgesellschaft von Toys“R“Us stand zuletzt vor großen Herausforderungen, wie bereits in einer Pressemitteilung des Unternehmens Ende Januar bekannt gegeben worden war. Trotz größter Anstrengungen, das Geschäft, unter anderem durch die angekündigte Schließung eines Teils der Filialen und Nachverhandlungen von Mietverträge an bestehenden Standorten, neu zu positionieren, haben sich die dortigen Rahmenbedingungen weiter verschlechtert. Aufgrund dessen war die Entscheidung zur Eröffnung eines geordneten Insolvenzverfahrens der amerikanischen Landesgesellschaft nicht mehr zu vermeiden.

Dave Brandon, Chairman und Chief Executive Officer, sagte: „Ich bin sehr unglücklich über das Ergebnis, aber wir haben nicht mehr die finanzielle Unterstützung, um die operative Gesellschaft in Amerika fortzuführen. Wir führen daher einen geordneten Prozess zur Abwicklung unserer US-Filialen durch und bemühen uns weiterhin um den Verkauf und die Restrukturierung unserer internationalen Unternehmenseinheiten.“

Weiter verkündet Brandon: „Es gibt viele Menschen und Unternehmen, die bei jedem Schritt in dieser Phase an unserer Seite standen. Ich möchte mich insbesondere bei unseren außergewöhnlichen Mitarbeitern bedanken, die so viele Jahre dazu beigetragen haben, Toys“R“Us zu einer globalen Marke zu machen. Darüber hinaus möchte ich mich auch bei allen anderen Partnern bedanken, die während des gesamten Restrukturierungsprozesses unermüdlich geholfen haben, die Marke und unsere Geschäfte aufrechtzuerhalten. Dies ist ein zutiefst trauriger Tag für uns, aber auch für die Millionen von Kindern und Familien, an die wir in den letzten 70 Jahren Spielzeug verkaufen durften“.

Die Gesellschaft und ihre Berater arbeiten daran, die Auswirkungen der Insolvenz der amerikanischen Landesgesellschaft auf Kanada und die anderen internationalen Unternehmenseinheiten so gering wie möglich zu halten. Im Rahmen dieser Bemühungen führt das Unternehmen eine Übergangsregelung für die nächsten 60 Tage ein und entwickelt Pläne für potenzielle Shared-Services-Funktionen zur Unterstützung der zukünftigen internationalen Geschäfte. Währenddessen wird während des laufenden Geschäftsbetriebes die Restrukturierung und Investorensuche für die internationalen Unternehmenseinheiten vorangetrieben.

Das Unternehmen weist weiterhin explizit darauf hin, dass weder die Toys“R“Us Filialen noch die Onlineshops in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) in das amerikanische Insolvenzverfahren involviert sind. Selbstverständlich wird die Toys“R”Us Landesgesellschaft in Zentraleuropa auch weiterhin wie gewohnt allen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten für Dienstleistungen und Warenlieferungen gegenüber ihren Geschäftspartnern und Mitarbeitern ordnungsgemäß und fristgerecht nachkommen. Die Toys“R“Us Filialen und Onlineshops bleiben weiterhin geöffnet und bieten den gewohnten Service und ein breites Produktsortiment in den Kategorien Spielwaren und Baby an. Alle Kundenbindungsprogramme laufen normal weiter.

Wir können in Zentraleuropa auf ein sehr solides Geschäftsjahr und eine gute Weihnachtssaison zurückblicken und werden auch weiterhin daran arbeiten, unser Unternehmen voranzutreiben und unseren Kunden sowohl im stationären Handel als auch Online ein hervorragendes Einkaufserlebnis zu bieten. Heute fühlen wir aber sehr mit unseren Kollegen in den USA, die trotz äußerst größter Anstrengungen das Geschäft nicht fortführen können.“, sagt Detlef Mutterer, Geschäftsführer Toys“R“Us Zentraleuropa.