E-Commerce: BMWE meets Spielwarenbranche – von Nürnberg geht ein starkes Signal aus!

Die niedrigen Preise von Billig-Online-Shopping-Plattformen gehen häufig mit gravierenden Sicherheitsmängeln einher. Der Deutscher Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) e.V. trommelt deshalb seit Jahren in Berlin und Brüssel dafür, solche Plattformen stärker an die Kandare zu nehmen. Mit zunehmendem Erfolg. Drei Mystery-Shopping-Studien von TIE: Toy Industries of Europe lieferten dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) weitere stichhaltige Argumente.

Die Spielwarenbranche ist zwar nicht die einzige Konsumgüterbranche, die vom Treiben solcher Plattformen betroffen ist, wird aber immer stärker in Berlin gehört. Umso mehr freute sich DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil, dass Anne P. vom BMWE Referat VIIA4 Einzelhandel und E-Commerce, zuständig für den Aktionsplan E-Commerce der Bundesregierung, der DVSI-Einladung auf die Spielwarenmesse nach Nürnberg folgte, um die Spielwarenbranche, vertreten durch AMIGO, Carrera-Revell, Hasbro, Heless, LEGO, Mattel, Ravensburger, ROFU, Rülke, die Simba Dickie Group, Sterntaler, Thalia, Tipp-Kick, VEDES und Zapf Creation über den Stand der geplanten und auf den Weg gebrachten Maßnahmen zu informieren und mit ihr konstruktiv zu diskutieren. Mit von der Partie war auch Oliver Schmidt vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), dort Leiter des Instituts für Bedarfsgegenstände, der aus seiner Sicht darstellte, worauf es seiner Behörde ankommt, nämlich die knappen Ressourcen auf die richtigen Stellen zu lenken.

Anne Papke betonte in ihrem Impulsreferat, dass das oberste Ziel der Regierung die Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs und ein funktionierender Verbraucherschutz im Onlinehandel sei. Darüber herrscht Konsens. Zu den Maßnahmen der Regierung zählen u.a. die engere Zusammenarbeit von Marktüberwachungsbehörden und Zollbehörden in Deutschland (gemeinsame Kontroll- und Schwerpunktaktionen) und die Stärkung ihrer Befugnisse. Auch eine weitere Erhöhung der dann effektiveren Handling Fee für Pakete, die Mitte des Jahres kommt, schließt das BMWE nicht aus. Der DVSI begrüßte die zahlreichen Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene, betonte aber, dass das Übel an der Wurzel gepackt werden muss. Die Plattformen müssen endlich verantwortlich gemacht und als Wirtschaftsakteure eingestuft werden, so der DVSI. Auch wenn mitunter der Eindruck entsteht, dass alles ewig dauert, aber von Nürnberg ging ein klares Signal aus. Die Sache hat Fahrt aufgenommen. Fortsetzung folgt.