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EK Retail prognostiziert positive Ertragslage trotz rückläufigem Umsatz

Bielefelder geben vorläufige Geschäftszahlen 2023 bekannt / Ausbau der Kooperation mit Büroring setzt 2024 neue Akzente im PBS-Sektor / Hybride EK LIVE schärft Händlerprofile.

Die nach wie vor herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen haben insbesondere im Handel Spuren hinterlassen: Die europäische Verbundgruppe EK Retail musste 2023, nach einem Umsatzwachstum von 9,3 % im vergangenen Jahr, einen Umsatzrückgang in Höhe von voraussichtlich 8,8 Prozent hinnehmen. Dies vermeldete der EK Vorstand auf der Pressekonferenz im Rahmen der Frühjahrsmesse EK LIVE am Mittwoch, 17. Januar 2024.

 „2023 war ein schwieriges Jahr, daran gibt es nichts zu deuteln. Doch leider lässt sich das Prinzip von Ursache und Wirkung auch im Handel nicht außer Kraft setzen. Die Inflationsraten, der hohe Kostendruck und die durch die aktuelle Weltlage gedrückte Konsumstimmung haben dem Handel insgesamt zugesetzt. Der inhabergeführte Fachhandel hat dabei wieder einmal seine Stärken ausgespielt und sich besser entwickelt als es unsere Umsatzentwicklung wiedergibt“, so EK CEO Martin Richrath vor den anwesenden Journalisten. Gleichzeitig machte Richrath deutlich, dass das Unternehmen wirtschaftlich und strategisch weiter auf Kurs liegt. „Unsere gute Eigenkapitalbasis und die besondere Aufstellung als Mehrbranchenverbund eröffnen uns für das neue Jahr alle Möglichkeiten zur konstruktiven zukunftsorientierten Marktgestaltung.“ Eine der ersten großen Weichenstellungen ist der Ausbau der Kooperation mit der BÜRORING eG (Haan), die die bestehende Zusammenarbeit im PBS-Sektor mit der Übernahme der ZR-Abrechnung durch EK auf ein neues Level hebt.

Rückblick auf 2023

Auf der Pressekonferenz stellte der EK Vorstand u. a. die vorläufigen Geschäftszahlen 2023 vor. Für EK Retail zeichne sich hier ein Umsatzrückgang in Höhe von etwa 8,8 %, nach einem Umsatzwachstum von 9,3 % im vergangenen Jahr, auf rund 2,2 Mrd. Euro ab.

Während beispielsweise die Business Unit EK Fashion zulegen konnte, lagen die Umsätze insbesondere bei den reinen Abrechnungskunden bei EK HOME unter den Erwartungen, während die Entwicklung des inhabergeführten Fachhandels vergleichsweise stabil war. Europaweite Lichtblicke lieferte einmal mehr die Entwicklung von Markenstore-Lösungen wie electroplus, culinarion, Intersport, libris, HappyBaby oder hubo sowie markterprobte und neu entwickelte Flächenlösungen für den POS wie die „GreenChange“-Fläche von EK Fashion. „Gerade unsere systembasierten Shopkonzepte spielen im Wettbewerb weiter eine Hauptrolle. Sie sind genauso attraktiv wie rentabel und tragen damit spürbar zur aktuell dringend benötigten Wertschöpfung im europäischen Fachhandel bei. Wir werden auch hier unser Leistungsniveau nicht nur halten, sondern weiter steigern“, sagte CRO Jochen Pohle.

Mit Blick auf das zu erwartende Jahresergebnis gab der EK Vorstand trotz des Umsatzrückgangs Entwarnung. Aufgrund der konsequenten Optimierung interner Abläufe und Strukturen sei auch 2023 mit einem positiven Ergebnis zu rechnen. „Damit bleibt das finanzwirtschaftliche Fundament weiter stabil und die EK auch zukünftig ein starker Partner für den Fachhandel, ganz besonders natürlich für unsere rund 4.000 Handelspartner“, so das Fazit von Richrath.

EK und Büroring intensivieren Kooperation

Dass die Aufstellung der EK gerade in Krisenzeiten überzeugt, beweist auch die Ausweitung der langjährigen engen Zusammenarbeit der Bielefelder mit der PBS-Verbundgruppe BÜRORING/Büroforum (Haan). Nach einhelliger Überzeugung der Verantwortlichen beider Unternehmen wird die beschlossene Zusammenlegung der Zentralregulierung spürbare Vorteile auf der Leistungs- und Kostenseite zum Nutzen aller angeschlossenen Fachhändler mit PBS-Sortimenten bringen. Darüber hinaus können die BÜRORING/Büroforum-Mitglieder zukünftig bei allen EK Vertragslieferanten sowie im EK Zentrallager einkaufen und mit neuen Sortimenten zusätzliche Umsätze generieren.

EK LIVE: „Wer Umsatz will, muss anders sein.“

Vom 17. bis 19. Januar öffnen sich die Tore der gewohnt voll besetzten EK Ausstellungshallen zur ersten großen Ordermesse 2024. Auf der hybriden EK LIVE zeigen die Bielefelder gemeinsam mit ihren Partnern aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor, wie man Einkaufswelten inszeniert, die Verbrauchern und Händlern Spaß machen. Entsprechend präsentiert das Unternehmen auf rund 35.000 Quadratmetern das gesamte Leistungsspektrum des Unternehmens. Dazu zählen die Neuheiten und Trends u. a. aus den Sortimentsbereichen Haushalt, Lederwaren, Elektro, Spielwaren, Babyartikel, Mode und Schulbedarf. Mit dabei sind auch diesmal rund 250 etablierte Top-Marken und junge Unternehmer, die zum ersten Mal vor Ort sind und die Messe mit ihren kreativen Ideen bereichern.

„Business as usual reicht in Zeiten wie diesen nicht. Es geht aktuell darum, das unternehmerische Profil immer wieder neu zu schärfen und die Kunden mit außergewöhnlichen Aktivitäten zum Einkauf zu bewegen. Überraschende Sortimentszusammenstellungen sind hier eines von vielen probaten Mitteln, sich vom Mitbewerber abzuheben. Genau diese Zielsetzung verbirgt sich hinter unserem Messe-Motto „Wer Umsatz will, muss anders sein“, so CRO Jochen Pohle zur Ausrichtung der Frühjahrsmesse.

Wie das in der Praxis aussehen kann, erleben die Fachbesucher auf der EK Trendfläche, die Sortimente aus verschiedenen Geschäftsfeldern passend zusammenbringt. Ein weiterer Anziehungspunkt der dreitägigen Orderveranstaltung ist das große EK Lagerprogramm. Hier warten wieder viele neue Artikel zu starken Preisen und attraktiven Messe-Valuten.

Den neusten Stand der Dinge bei den Markenstore-Konzepten kennen die Teams von electroplus und HappyBaby. Die erfolgreichen Absatzlösungen expandieren auch 2024 weiter und überzeugen u. a. mit aktuellen, individualisierbaren 360-Grad-Marketingaktionen. Im vierten Jahr läuft mittlerweile die Marketingkampagne „Starker Fachhandel. Von Herzen gern.“, die die klassischen Tugenden des Fachhandels wie Beratungskompetenz, Serviceorientierung und die besondere Empathie für den Kunden erlebbar macht.

Ein weiterer Schwerpunkt der Messe liegt auf den Digital Services: EK stellt den Handelspartnern u. a. Online-Marketing-Pakete für die zielgerichtete Ansprache ihrer Kunden zur Verfügung – z. B. über Google Ads und Social Media-Aktivitäten – und öffnet Marktplätze wie die EK Mehrbranchenplattform compravo, aber auch Amazon, eBay oder Zalando. Informationen über diese und alle anderen digitalen Aktivitäten rund um die Themen Retail Monitoring und KI gibt es auf der EK LIVE. Zeitgleich finden auf der EK LIVE die EK Fashion Ordertage für die Saison Herbst / Winter 2024 statt. Hier stehen die neusten Trends und die aktuellen Kollektionen der EK Eigenmarken sowie abverkaufsstarke Flächenkonzepte wie „GreenChange“ im Mittelpunkt – genauso wie anschließend in Mannheim (1. Februar) und Salzburg (5.-6. Februar).

Im „Speakers Corner“ geben sich externe Dienstleister und EK Experten die sprichwörtliche Klinke in die Hand und vermitteln den Zuhörern in Kurzvorträgen z. B. „Neues aus dem Google-Universum“ oder wie man in Eigenregie auf Instagram, Facebook & Co. aktiv wird.

Und wer nicht persönlich nach Bielefeld kommt, kann unter www.ek-messen.de die wichtigsten Highlights abrufen und das EK Lagerprogramm sowie ausgewählte ZR-Artikel zu Messe-Konditionen ordern. Das digitale Netzwerken läuft hier über ein Online-Tool und sichert den konstruktiven Austausch mit Händlerkollegen, Ausstellern und dem EK Team.

EK Passion Star-Gewinner 2024 stehen fest

Außergewöhnliches und leidenschaftliches Engagement im Handel wird von der EK bereits seit 2010 mit dem EK Passion Star honoriert – eine unternehmerische Haltung, die auch in diesen Zeiten in hohem Maße gefordert war. Die Handelspartner haben sich dabei einmal mehr als gute Krisenmanager erwiesen, die den bekannten Herausforderungen der Zeit mit Kampfgeist und Kreativität begegnet sind. Entsprechend schwer hatten es die Mitglieder der unabhängigen und hochkarätig besetzten Passion Star Jury, aus dem Kreis der Bewerber um den begehrten Handels-Award die überzeugendsten Kandidaten auszuwählen. Am Ende eines intensiven Auswahlprozesses standen dann 16 Kandidaten auf der Liste, von denen die Juroren aus Wissenschaft, Handel, Wirtschaft und Medien letztlich vier herausragende ganz nach oben setzten. Wer den EK Passion Star 2024 entgegennehmen darf, wird am 17. September 2024 auf der großen EK Messe-Party bekanntgegeben.

duo schreib & spiel erweitert Führungsgremium mit Dirk Engehausen

Seit dem 01.01.2024 ist Dirk Engehausen gemeinsam mit Hans Jörg Iden Geschäftsführer der duo schreib & spiel Verwaltungsgesellschaft mbH und verantwortet damit den Komplementärteil der Händlerkooperation. Dirk Engehausen (59) verfügt über langjährige Branchenkompetenz u.a. als CEO von Schleich oder als Geschäftsführer bei Lego.

Die operative Leitung der duo schreib & spiel Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vertriebs KG erfolgt weiterhin von den Geschäftsführern Gabriele Lubasch und Thorsten Paedelt. Dirk Engehausen wird darüber hinaus die Iden Gruppe in strategischen Fragen beraten und bei der Weiterentwicklung operativer Prozesse begleiten.

duo schreib & spiel und Iden stellen gemeinsam auf der Spielwarenmesse Nürnberg in Halle Mitte A 01 aus.

Trotz Inflation: 82 Prozent mit unverändertem Budget für Kindergeschenke zu Weihnachten

21 Prozent kürzen zwar insgesamt, aber nicht bei ihren Kindern – 81 Prozent der Eltern planen, bis zu 200 Euro pro Kind auszugeben – 66 Prozent ist wichtig, dass Geschenke die Kindesentwicklung fördern
Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von tonies, dem Hersteller der beliebten Toniebox, zeigt, dass 82 Prozent der deutschen Familien entschlossen sind, trotz hoher Inflationsraten das Geschenkebudget für ihre Kinder zu Weihnachten unverändert zu lassen. Während 26 Prozent angeben, dass die Inflation gar keinen Einfluss auf das Geschenkebudget hat, geben 21 Prozent der Eltern an, dass sie zwar ihr gesamtes Weihnachtsbudget kürzen, der Anteil für ihre Kinder aber gleich bleiben soll. 35 Prozent können ihr Weihnachtsbudget konstant halten, weil sie bei anderen Ausgaben sparsamer sind.
Im internationalen Vergleich der tonies-Kernmärkte liegt Deutschland damit an der Spitze: In Frankreich (79 Prozent) und Großbritannien (73 Prozent) können weniger Familien das Geschenkebudget für ihre Kinder unverändert lassen. In den USA geben sogar nur 65 Prozent der Eltern an, trotz Inflation wieder so viel für ihre Kinder auszugeben wie zu Weihnachten des Vorjahres.
Die Umfrage, für die das Meinungsforschungsinstitut Civey 1.000 Personen in Deutschland befragte, gibt auch Aufschluss über die konkrete Höhe der Weihnachtsausgaben: 81 Prozent der befragten Eltern planen, bis zu 200 Euro pro Kind für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Drei Prozent der Familien hierzulande sind sogar bereit, Geschenke für mehr als 500 Euro pro Kind zu kaufen.
Lutz Möller, bei tonies unter anderem für die DACH-Region verantwortlich, erklärt: „Wir bei tonies sind davon überzeugt, dass die Freude und das Lächeln von Kindern unbezahlbar sind. Umso ermutigender ist es, dass Eltern in Deutschland auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihren Kindern ein fröhliches Weihnachtsfest bereiten und Wünsche erfüllen wollen. Wir freuen uns zudem, dass die Mehrheit der Familien unseren Anspruch teilt und Wert auf pädagogisch wertvolle Weihnachtsgeschenke legt.“
Laut der tonies-Umfrage ist es 66 Prozent der deutschen Eltern wichtig oder sehr wichtig, dass ihre Weihnachtsgeschenke die Entwicklung der Kinder fördern. Interessanterweise ist dieser Wert bei den Vätern tendenziell höher als bei den Müttern. Im internationalen Vergleich der tonies-Kernmärkte sind deutsche Eltern in dieser Hinsicht jedoch zurückhaltender: In Großbritannien legen 75 Prozent der Eltern Wert auf entwicklungsbezogene Geschenke, in den USA sind es sogar 77 Prozent. Besonders bemerkenswert ist der hohe Wert in Frankreich, wo beeindruckende 89 Prozent der Eltern betonen, wie wichtig es ihnen ist, dass Weihnachtsgeschenke die Entwicklung ihrer Kinder fördern.
Bei der Auswahl der Weihnachtsgeschenke ist der Spielspaß das wichtigste Kriterium in allen untersuchten Ländern (50 Prozent in Deutschland). Dass die Geschenke auch die Kreativität der Kleinen fördern, ist für 44 Prozent der deutschen Eltern ein Auswahlkriterium. Es folgen Preis, Sicherheit und Bildungsaspekt mit jeweils 34 Prozent.
Fragt man nach Nachhaltigkeitskriterien beim Kauf von Weihnachtsgeschenken, so ist für alle Familien die Langlebigkeit und Reparierbarkeit der Produkte am wichtigsten (53 Prozent in Deutschland), gefolgt von umweltfreundlichen Materialien (44 Prozent in Deutschland). Die CO2-Bilanz der Produkte ist in allen untersuchten Ländern kaum relevant, in Deutschland nur für neun Prozent der befragten Eltern.
Für die Umfrage wurden 1.000 Personen in Deutschland im Zeitraum vom 17.-24. Oktober 2023 befragt.

Peter Hollo beendet die Zusammenarbeit mit Licensing International Inc.

Seit 2016 betreut Peter Hollo, Ph-International Consultants, den weltweit bedeutendsten Verband für das Brand Licensing, Licensing International Inc., in der D-A-CH Region in den Bereichen Mitgliederbetreuung, Marketing, PR oder Kommunikation. Zum 30.11.2023 wird Peter Hollo diese Zusammenarbeit beenden. Das Vertragsverhältnis wurde seinerseits ordentlich und vertragsgemäß gekündigt.

Peter Hollo dazu:

„Ich durfte Licensing International, vormals LIMA, durch eine spannende und herausfordernde Phase begleiten. Es war eine Zeit voller Veränderungen: Innerhalb des Verbandes und innerhalb der Mitgliederschaft. Besonders Corona und nicht zuletzt ein vollkommen verändertes wirtschaftliches und gesellschaftliches Umfeld haben die Branche vor ganz neue Herausforderungen gestellt.

Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber nichts auf dieser Welt gehört uns wirklich. Alles ist nur geliehen und irgendwann müssen wir es zurückgeben. Das gilt auch für solche Ämter. 8 Jahre Ausleihzeit sind genug. Damit geht das Amt weiter an die nächste Person, die es auf ihre Art interpretieren wird. Dafür wünsche ich ihr oder ihm Glück und viel Erfolg. Für mich war es immer ein Privileg dieser Branche dienen zu dürfen. Ich werde mich zunächst mal meiner Familie, und mich neben meiner Unternehmensberatung und dem TOYS & GAMES Report, ganz neuen und vielleicht ganz anderen Projekten widmen.

Bis es aber so weit ist, freue ich mich zunächst einmal auf eine großartige Licensing Convention LC23 am 21. November in Nürnberg. Ich kann nur alle aus dem Licensing (und darüber hinaus) einladen hier mit dabei zu sein: als Aussteller, Sponsoren, Pressepartner oder Besucherinnen und Besucher!

Ich bedanke mich bei Maura Regan und ihrem Team in den USA für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit über so viele Jahre. Es war mir ein Vergnügen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Mitgliedern des deutschen Chapters für Unterstützung, Zuspruch und aktive Hilfe. Vielen Dank an den deutschen Beirat für ein vertrauensvolles, offenes und konstruktives Miteinander – danke für all den Input. Vielen Dank an alle Pressepartner*innen und all diejenigen, die immer für mich da waren: bei Organisation, Grafik, Produktion und vielem mehr. Ohne Sie alle hätte ich das nicht geschafft!“

MGA Entertainment initiiert den Zusammenschluss mit der Zapf Creation AG

MGA Entertainment, Inc. (MGA), eines der weltweit größten und am schnellsten wachsenden Spielzeug- und Unterhaltungsunternehmen in Privatbesitz, gab heute bekannt, dass es beabsichtigt, mit der Zapf Creation AG, Europas führendem Hersteller von Spiel- und Funktionspuppen, zu fusionieren. 

Konkret ist MGAs hundertprozentige deutsche Tochtergesellschaft, die derzeit direkter Hauptaktionär der Zapf Creation AG ist, an Zapf Creation mit einer Einladung zur Aufnahme von Verhandlungen über einen Fusionsvertrag herangetreten. MGA und die Zapf Creation AG unterhalten seit fast 20 Jahren eine gemeinsame Geschäftsbeziehung für den Verkauf und Vertrieb der Marken beider Unternehmen. Die Fusion wird voraussichtlich im Frühjahr 2024 vollzogen.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch keine weiteren Einzelheiten bekannt; die Unternehmensleitungen werden jedoch eng zusammenarbeiten, um den Zusammenschluss zu planen, und werden entsprechende Ankündigungen machen, sobald Informationen verfügbar sind.

SPIEL Essen 2023 endet als größte Veranstaltung aller Zeiten

Essen ist die Welt-Hauptstadt der Spiele – das haben die vergangenen vier Tage wieder eindrucksvoll bewiesen. Vom 4. bis zum 8. Oktober kamen 193.000 spielebegeisterte Menschen aus 85 Ländern zur SPIEL Essen, der international größten Publikumsmesse für Brettspiele. Dank dieser beeindruckenden Zahl und einer Gesamtfläche von 62.500 m² fand die größte SPIEL aller Zeiten statt. Dabei belegte die Vielfalt der über 1.700 Neuheiten, die auf der Weltleitmesse gezeigt wurden, dass Brettspiele so modern und aktuell sind wie nie.

Gelungener Auftakt 

Der Erfolg der SPIEL Essen 23 ist auch für das neue siebenköpfige Team des ausrichtenden Merz Verlags überwältigend. „Wir hatten gehofft, dass mehr Menschen als letztes Jahr zur SPIEL kommen, aber mit dieser Zahl haben wir nicht gerechnet“, sagt Carol Rapp, seit November Geschäftsführerin des Merz Verlags. „Es war wunderschön, so viel Freude in den Hallen zu spüren, an den Spieltischen, in den Gängen und bei den Ausstellern. Wir haben dieses Jahr vieles verändert, um die SPIEL noch zugänglicher und ansprechender zu gestalten, und die Menge an Besuchern an allen Tagen sowie das generelle Feedback zeigt uns, dass wir das geschafft haben.“ Teil dieser Änderungen war die thematische Sortierung der Hallen nach Familienspielen, Kenner- und Expertenspielen sowie Rollen-, Sammelkarten- und Miniaturspielen. Das neue Hallenkonzept, gepaart mit deutlich breiteren Gängen, half dabei, die Menschenmenge in den Hallen besser zu verteilen. Durch diese Maßnahme waren auch kleine Stände von eher unbekannten Ausstellern in allen Hallen gut zu finden. Mit 935 Ausstellern aus 56 Nationen war die SPIEL auch dieses Jahr äußerst international.

Erfolg für Aussteller

Das deutlich gesteigerte Interesse an der SPIEL Essen hat sich vor allem auf die Frequenz bei den Ausstellern ausgewirkt: „Unser Stand war an allen vier Tagen wirklich gut besucht. Die Spieltische waren fast immer komplett belegt“, sagt Andreas Finkernagel, Geschäftsführer des Friedberger Verlags Pegasus Spiele, und fügt hinzu: „Wir hatten deutlich mehr Verkäufe auf der Messe als die vergangenen Jahre. Zwar war der einzelne Bon etwas niedriger, dafür haben wir viel mehr Kunden bei uns an der Kasse gehabt.“ Einen richtigen Blockbuster legte Ravensburger mit dem neuen Trading Card Game „Disney Lorcana“ hin, zu dem auf der SPIEL Essen eine exklusive Sonderkarte herausgebracht wurde. Die Warteschlange für das Spiel durchbrach die Hallenwand und musste durch ein Tor in die angrenzende Halle 7 geleitet werden. Noch nie hat die Messe eine solchen Andrang erlebt.

Events und Auszeichnungen

Neben den vielen Spielen haben umfangreiche Programmpunkte und Aktionen in den Messehallen und Räumen für Abwechslung gesorgt. Über Signierstunden, Turniere und spezielle Spiele-Demos der Aussteller hinaus bot der Merz Verlag wieder ein zusätzliches Programm an. Am Messe-Donnerstag gab es Panels rund um den Wandel und die Zukunft der Spielebranche. Am Freitag fand der seit vier Jahren etablierte Educators‘ Day mit Themen zu Bildung, Forschung und Lehre rund um Brettspiele statt. Der Educators‘ Day war mit rund 1.000 Pädagogen aus verschiedenen Ländern der erfolgreichste Panel-Tag, den die SPIEL je hatte. Zeitweise war im Tagungsraum kein Platz mehr vorhanden. Die Interessenten mussten auf die Videoaufnahme verwiesen werden, die in den nächsten Tagen auf dem YouTube-Kanal der SPIEL Essen zu finden ist. Dafür konnten sie mehr Zeit an den Infoständen der Aussteller verbringen, die dieses Jahr ebenfalls zahlreich wie nie über ihre für Bildung geeigneten Spiele informierten.

Gewinner im Spiel

Ein besonderes Programmangebot des Merz Verlags gab es an allen Tagen in der Galeria. Hier konnten alle Besucherinnen und Besucher kostenfrei Miniaturen des neuen Maskottchens der SPIEL, der Katze Meeps, bemalen und mit nach Hause nehmen. Insgesamt wurden 1.200 der kleinen Figuren an Kinder und Erwachsene verteilt. Am Mittwoch wurde vor der SPIEL der Deutsche Spiele Preis verliehen. Entsprechend groß war die Freude bei den Autoren und Verlagen, als Deutschlands größter Community-Award für Brettspiele an den 1. Platz „Planet Unknown“, an den 2. Platz „Dorfromantik“ und an den 3. Platz „Heat“ sowie an das Beste Kinderspiel „Mysterium Kids“ gingen.

„Es ist großartig, zu sehen, dass wir mit vielen neuen Ideen den Nerv der Spiele-Community getroffen haben. Das Team hat alles perfekt in Szene gesetzt“, resümiert Florian Hess, Geschäftsführer des Merz Verlags und Vorstand der Spielwarenmesse eG, und betont: „Mit der SPIEL wird es genauso spannend weitergehen, da wir in den nächsten Jahren noch viel vorhaben.“ Nun gehen die Organisatoren daran, das Feedback auszuwerten und starten direkt, die nächste SPIEL zu planen und weiter zu optimieren. Dafür haben sie fast genau ein Jahr Zeit: Die SPIEL Essen 24 findet vom 3. bis zum 6. Oktober 2024 statt.