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    Spielwarenbranche: Drittes Jahr in Folge solides Wachstum

    19. November 2011

    Auf der gemeinsamen Pressekonferenz von DVSI und BVS am Donnerstag, 17. November, in Nürnberg,  referierte der Direktor der npdgroup deutschland GmbH/EuroToys, Werner Lenzner, über die Absatzentwicklung von Spielwaren im Jahr 2011.

    „Spielwaren – spannend, innovativ und phantasieorientiert – so stellt sich auch die Marktentwicklung dar. Überraschungen gibt es immer wieder! Die Stimmung der Verbraucher blieb 2011 auf einem positiven Niveau hinsichtlich der Erwartungen bei der Einkommensentwicklung und auch der Bereitschaft dieses Mehreinkommen auch in den Kauf von Spielwaren umzusetzen. Daher hat sich der Gesamtmarkt Spielwaren weiterhin mit einer deutlichen Steigerung von bisher 7% gegenüber dem Jahr 2010 positiv weiterentwickelt. Es bleiben allerdings in diesen turbulenten Zeiten die Unwägbarkeiten der gesamtwirtschaftlichen Orientierung. Vor diesem Hintergrund könnten die kommenden Wochen dieser positiven Gesamtentwicklung noch einen leichten Knick bescheren.

    Woran liegt es nur, dass die Spielwarenbranche in den letzten drei Jahren eine solche positive Entwicklung erfahren konnte? Mit Sicherheit sind es keine steigenden Geburtenraten und somit eine Vergrößerung der Zielgruppe. Es stellt sich also die Frage: Was steckt hinter dem Wachstum bei Spielwaren?

    Ein wichtiger Grund ist sicherlich, dass Spielwaren heute im Trend der Zeit liegen, es gibt neue innovative Produkte, die Begehrlichkeiten bei den Konsumenten wecken und in der Zielgruppe genauso angesagt sind wie die neuesten elektronischen Gadgets. Natürlich wird immer noch ein großer Teil des Umsatzes mit klassischen Spielwaren erzielt, doch die Top Renner haben nur noch wenig mit dem Spielzeug der Vergangenheit zu tun. Der Umsatzanteil von Produkten die weniger als 2 Jahre auf dem Markt sind beträgt 50% (Stand Oktober 2011). Klassiker, die 10 Jahre oder länger unverändert verkauft werden, erzielen weniger als 10% des Gesamtumsatzes der Branche.

    Welche Topthemen sind fur die Kinder spannend?

    Mit vielen Spielzeugen, von welchen die Kinder heute begeistert sind, können wir Erwachsene nichts anfangen. Wirft man einen Blick in die Kinderzimmer von Jungs im Alter von 6 bis 12 Jahren, findet man mit großer Sicherheit Beyblades oder Star Wars Spielzeuge, bei den Jüngeren Produkte zu Cars, The Movie. Bei den Mädchen sind Filly, Zoobles, Monster High, Barbie und Hello Kitty top. Die Faszination, die diese erfolgreichen Produkte auf die Kinder ausüben, sind für Erwachsene kaum oder überhaupt nicht nachvollziehbar. Und gerade das ist der Erfolgsfaktor, die Kinder tauchen in ihre eigene Welt ab, zu der Erwachsene keinen Zugang haben. Die innovative Produktentwicklung macht aber auch bei Lernspielzeugen, z.B Tip Toi oder auch bei Sportspielzeugen nicht halt, Nerf, Squap, Wave oder Snakeboards, Slacklines um nur einige zu nennen. Dank dieser neuen Trends kann die Spielwarenbranche auch Ihre Abhängigkeit vom Weihnachtsgeschäft (siehe Grafik) reduzieren. Denn gerade außerhalb der Weihnachtssaison liegt noch ein großes Umsatzpotential, dass durch Trendthemen, die Kinder und Jugendliche begeistern, erschlossen werden kann. Ein weiterer positiver Aspekt dabei ist, dass einige der technischen Innovationen auch wieder Erwachsene begeistern, z.B. RC Fahrzeuge und Baukästen, und so neue Umsätze generiert werden.

    Der Anteil der Spielwaren mit Lizenz ist im 3.Quartal 2011auf dem höchsten Niveau, das jemals erreicht wurde.

    Die Lizenzprodukte für Jungen waren innerhalb der verkaufsstärksten Produkte immer noch sehr dominant. Hier zeigt sich noch deutliches Potential mit mehr Themen und Produkten für Mädchen neben den Filly, Prinzessin Lillifee, Monster High und Disney Produkten.

    Ein Ausblick auf die Entwicklung in den nächsten Wochen ist rein spekulativ. Inwieweit sich die bisherigen Trends und Produktschwerpunkte im angefangenen Weihnachtsgeschäft fortsetzen oder spannende Marktentwicklungen stattfinden werden – erst im Januar 2012 wissen wir mehr, wenn wir den Markt komplett ausgewertet haben.“